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Dorian Wood @ Privatclub, Berlin | 09.02.2014

12. Februar 2014

Dorian Wood @ Privatclub, Berlin - 09.02.2014Dorian Wood gesehen zu haben, bedeutet nicht, dass man behaupten kann, dass er einen „verzaubert“ hat. In Anbetracht des Erlebten klingt das wie eine leere Worthülse.

Nach außen hin wirkt er zunächst einmal nicht wie ein gestriegelter Vorzeigekünstler, einer der von der Musikindindustrie liebend gern an die Oberfläche gespült wird. Dorian Wood macht nicht nur Musik, die anders klingt als vieles seiner Kollegen, er hat auch weitaus mehr auf den Rippen als andere Musiker, die man sonst auf einer Bühne begegnet. Sobald er beginnt, nur ein wenig schneller auf sein Tasteninstrument einzuschlagen, laufen die Schweißperlen. In seinen Texten leben Bilder alter Liebschaften wieder auf, ein anderes mal steht der Konsum von Drogen oder die traurige Beziehung zu seinem Vater im Mittelpunkt. Seine Musik ist derart theatralisch und irgendwie von einer anderen Welt, dass wenn man ihm dann begegnet, beinah vor Ehrfurcht erstarrt.

In der Vergangenheit bestritt er bereits Performances mit einem 17-köpfigen (!) Kammerorchester. Dieses von Los Angeles in europäische Gefilde zu manövrieren, war logistisch natürlich nicht möglich, auch die meisten seiner Bandkollegen waren bereits in andere Projekte verstrickt, so dass ihn lediglich Akkordeonspielerin und Sängerin Leah nach Europa begleitete. Marcos und Xavi an Kontrabass und Schlagzeug gabelte man gar erst in Südeuropa auf – eine Tatsache, die man dem Vierergespann eigentlich nicht wirklich abkaufte. Zu sehr war ihr Konzert im Privatclub in Berlin von musikalischer Perfektion und unvergleichbarer Intensität gekennzeichnet! Was man wohl empfunden hätte, wenn man zusätzlich einem Orchester ausgesetzt gewesen wäre, wo man doch bereits glaubte, sich inmitten eines gewaltigen Soundgewitters zu befinden? Dorian Wood traf einen mit seiner eindringlichen Stimme, seiner charismatischen Art, seinem unverkennbaren Talent und mit seinen emotional-angehauchten Geschichten mitten ins Herz. Ehe man sich versah, kullerten die Tränen, weil er einfach die unerreichbarste Stelle in deinem Körper traf.

Da macht es schon mehr Sinn zu behaupten, dass er einen zutiefst berührt hat – auf eine Art und Weise wie kein Zweiter zuvor!

>> Zu allen Bildern von Dorian Wood @ Privatclub in Berlin

Dorian Wood im Internet
Homepage: www.dorianwood.com
Facebook: www.facebook.com/dorianwoodmusic
Tumblr: www.dorianwood.tumblr.com


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