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Disaster In the Universe – Coconut Message (Review)

3. September 2015
Disaster In The Universe - Coconut Message

Disaster In The Universe – Coconut Message

Groovende calypsoartige Sommerrhythmen kommen ja für gewöhnlich aus sonnig beschwingten Gegenden, die man sofort mit dem Gefühl von Sand im Haar, lauem Wind und Meeresrauschen in Verbindung bringt. Norwegen zum Beispiel! Das mag eingangs verrückt klingen, ist aber gar nicht so abwegig. Denn das norwegische Sextett Disaster In The Universe lässt mit seinem Debütalbum „Coconut Message“ eben jene klischeehaften Gedankengänge augenblicklich zerbröseln. Die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Peter Mayes (Empire Of The Sun, The Killers, Sia) gipfelt in einer fluffig leichten Pop-Platte, die den Sommer aus den entlegensten Winkeln hervorzaubert und tatsächlich so etwas wie verhallte Wärme verströmt.

Kopf und Herz der Formation bilden Christopher„Dosser“ Brandt und Jonas Rohde-Moe. Die beiden verantworten Songwriting, wie Komposition. Um ihre vibrierenden Liveaktivitäten ausgiebig zelebrieren zu können, wächst das Disaster In The Universe auf Tour zum Sechser heran. „Coconut Message“ trifft allein vom Titel her ziemlich genau die Mitte des hier anrollenden Sounds: gelassen, aber nicht lethargisch – poppig und eingängig, aber weit davon entfernt den Mainstream zu bedienen – ursprüngliche Calypsoklänge, gemixt mit elektronischer Frickelei. Da ist er ja wieder: der Sommer. Positiv („Sunlight“), psychedelisch („Let Me Out“), sanft groovend („Jada Jada“) und nicht zuletzt: sehr tanzbar („Beach House“, „Jaws Shut Like Closing Doors“). Disaster In The Universe müssen nichts beweisen und sorgen gerade deshalb mit ihrer losgelösten Art für ein ziemlich entspanntes Hörerlebnis. Die Südsee liegt ab heute übrigens in der Nähe von Oslo.

Disaster In the Universe im Internet:
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Tourdaten:
20.11. (AT) Ebensee – Kino Ebensee
21.11. Stuttgart – Cafe Galao
24.11. Hannover – Lux
25.11. Hamburg – Molotow
26.11. Berlin – Badehaus
28.11. Wiesbaden – Schlachthof (w/ Wanda)

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