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DAWN OF SOLACE: „The Darkness“

2. Oktober 2007

Herbst-Zeit ist Opeth-Zeit...

…und da die Schweden nunmal derzeit weder ein neues Album noch Livetermine parat haben, soll uns ein Finne die triste Regenzeit mit dunklen Klängen überbrücken. Und darin sind die Finnen meist recht gut. Unser Finne ist kein gänzlich Unbekannter, Tuomas Saukkonen ist Szenekennern bereits von den Melodic Death/Dark Metallern Before the Dawn ein Name.

Ursprünglich sollte das Dawn of Solace-Material auf der aktuellen Before the Dawn-Platte „The Ghost“ stehen, doch Saukkonen beschreibt die ganze Sache folgendermaßen und trifft es damit auch ganz gut:

…some of the material was slower, more melodic and darker than the songs I had chosen for „The Ghost“ […] Dawn of Solace is like the darker side of me.

Und so wurde diese Scheibe schlichter- und passenderweise einfach „The Darkness“ betitelt und schießt musikalisch eher in die düstermelancholische „4:17am“-Richtung. Genau das Richtige, um einen viel zu früh beginnenden Herbstabend allein mit solch intensiven, allesumschließenden Tönen zu verbringen. Hin und wieder blitzen in dieser Dunkelheit wunderbar hoffnungsvolle Akustikpassagen auf, sodass man die Pillen und Klingen nach diesen viel zu rasch vergehenden knappen 40 Minuten dann doch ruhig im Schrank lassen kann.

The Darkness (Release: 18.10.2007)
Dawn of Solace - The Darkness (2007)
1. Dying Daylight
2. Wings Of Darkness Attached On The Children Of The Light
3. I Was Never There
4. Dead Air
5. I am Chaos, I am Destruction
6. Winter Song
7. Wrath Of Gods Amongst Us
8. Avalanche

Um alle Instrumente und Kompositionen sowie Growls (und hin und wieder In Flames-artige Screams) kümmerte sich Saukkonen persönlich, für die wunderbar melancholischen Gesänge holte er sich Lars Eikind ins Boot. Jener half bereits bei Before the Dawn mit und stellt hier zugebenermaßen eine sehr gelungene Mischung aus Mikael Åkerfeldt und Kjetil Nordhus (Ex-Green Carnation, Chain Collector) dar.

Wer Before the Dawn, Insomnium, Novembre, Opeth und Konsorten mag, ist mit Dawn of Solace bestens bedient. Wer sich von schlichten Worten nicht überzeugen lässt, kann sich hier den Track „Dead Air“ anschauen, welcher Dawn of Solace von der deutlich ruhigeren Seite zeigt:

Übrigens ist auch schon das zweite Album in der Mache. Oder besser gesagt: Vielschreiber Saukkonen hat noch ein paar Songs über… Regelmäßiges Vorbeischauen auf der liebevoll gestalteten und reichlich bestückten offiziellen Projektseite ist daher wärmstens empfohlen:

www.dawnofsolace.com

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