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Darling Don´t Dance: City Ghosts

31. Oktober 2012

Das Königreich Dänemark hat uns in diesem Jahr bereits einige bemerkenswerte Veröffentlichungen geschenkt. In diese Bande reihen sich nun auch Darling Don´t Dance ein. Ihrer Debüt-EP “Bare Frames“ aus 2009 folgte im Frühjahr das erste Full-Length Album „City Ghosts“. Das Quartett – bestehend aus Maria, Julie, Mette und ihrem Drummer Anders – steht für Noiserock, der vor allem durch den Wechselgesang der drei Damen dominiert wird. Vorbilder der 2007 gegründeten Formation sind nach eigener Aussage Sonic Youth, The Breeders, The Thermals, oder auch Sleater-Kinney. Und so verwundert es nicht, dass man das Abmischen von „City Ghosts“ John Agnello (Dinosaur Jr., Sonic Youth, The Kills, The Breeders) überließ, der dem ungeschliffenen Sound der Dänen einen unverkennbaren Stempel aufdrückte.

Und tatsächlich fühlt man sich beim Hören zuweilen zurück in die Neunziger versetzt. Tiefer Basslauf, harsche Gitarren und Gesang, der zwischen kraftvoll-rockig und seidig weich wechselt. Vielfalt ist daher in jedem Fall garantiert. So faucht „Never Seen Anything Like This“ nach kurzem Bassintro explosionsartig los, um in einem poppigen Refrain zu münden, der geradewegs mitreißt. Das gilt übrigens für das gesamte Album. Denn Darling Don´t Dance verstehen es ihren kantigen Klang fließend mit eingängigen Melodien zu verknüpfen. „City Ghosts“ hat demnach auch keinen einzigen Hänger, keinen einzigen „Geht-so-Titel“ vorzuweisen. Stattdessen bietet sich einem eindringliche Spielfreude und Noiserock, der Lust auf mehr macht. Diesem Drang kann man zum Glück nachgeben, denn die vier Dänen touren momentan durch Europa und legen auch in Deutschland eine Hand voll Zwischenstopps ein. Die Gelegenheit, um eine der beeindruckendsten Entdeckungen 2012 hautnah erleben zu können.

Darling Don´t Dance im Internet:

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Termine:

Oct 31 – Gängeviertel, Hamburg

Nov 08 – Café Schwartz, Leipzig

Nov 09 – UJZ Korn, Hannover

Nov 10 – Schokoladen, Berlin

 

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