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Correatown – Embrace The Fuzzy Unknown (Review)

30. November 2015
Correatown - Embrace The Fuzzy Unknown

Correatown – Embrace The Fuzzy Unknown

Dreampop ist für gewöhnlich ein schönes Stück losgelöster Trägheit. Ein Schwimmen mit dem Strom, sich treiben lassen. Diesen musikalischen Tagtraum mit der Realität zu paaren lässt bei Correatowns neuem Album „Embrace The Fuzzy Unknown“ ganz neue verschlungene Pfade erwachen. Andrea Correa schrieb und sammelte die Songs hierfür über drei Jahre hinweg. Sie tourte durch Europa, heiratete, wurde Mutter. Viele einschneidende Momente in recht kurzer Zeit. Da setzt man sich schon einmal mit dem Leben selbst, seinen Wünschen auseinander und versucht eine Antwort auf all die offenen Fragen zu finden, die einem im Kopf kreisen.

Man stößt an Grenzen, nicht selten die eigenen – und begreift irgendwann, dass es da draußen zuviel gibt, als dass man es auch nur ansatzweise zu fassen bekommt. Diese Zeit der Veränderungen lässt Correatown einen Mittelweg zwischen dem verwobenen Traumnebel und der Klarheit des Alltags finden. Das Resultat ist nicht minder sanft und sinnlich. Jedoch finden auch treibende Songs ihren Platz. Mehr Pop, weniger Traum – eine fein arrangierte Mischung aus beidem. „Eyes To The Sky“, „Wind Sprints“ oder „True North“ lösen sich aus der Trägheit und reißen mit ohne den feinsinnigen Unterton zu verlieren. „Bonfires“ und „My Girls“ hingegen tanzen auf heimischen Pfaden; dort wo die Grenze zum Traum verschwimmt. Andrea Correa lotst mit viel Wärme durch diese wunderbare Platte und lässt „Embrace the Fuzzy Unknown“ als eine Liebeserklärung an das Unbekannte stehen, die keinem weiteren Kommentar bedarf.

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