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	<title>Rockzoom &#187; thoughts</title>
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	<description>pleasing sounds, thoughts and photography</description>
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		<title>Plattenläden sanieren! &#8211; Ein Beitrag zur Plattenladenwoche 2011</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 11:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[musikindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[musikkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[plattenladenwoche]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Plattenladenwoche ist wie die leise plötzliche Wortmeldung des Schülers aus der letzten Reihe, des verträumten Sitzenbleibers, der nach kurzem Einwand bald wieder im Verborgenen seine Ehrenrunden drehen wird&#8230; Wäre ich nicht vorgestern via DIE ZEIT auf den rillenromantischen Tagesspiegel-Artikel &#8220;Rettet die Suchtzentren&#8221; aufmerksam geworden, wäre die morgen startende, hierzulande dritte Plattenladenwoche erneut an mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/10/vinyl.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/10/vinyl-300x200.jpg" alt="" title="vinyl" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-5034" /></a>Die Plattenladenwoche ist wie die leise plötzliche Wortmeldung des Schülers aus der letzten Reihe, des verträumten Sitzenbleibers, der nach kurzem Einwand bald wieder im Verborgenen seine Ehrenrunden drehen wird&#8230; </p>
<p>Wäre ich nicht vorgestern via DIE ZEIT auf den rillenromantischen Tagesspiegel-Artikel <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/rettet-die-suchtzentren/4689164.html" target="_blank">&#8220;Rettet die Suchtzentren&#8221; </a>aufmerksam geworden, wäre die morgen startende, hierzulande dritte Plattenladenwoche erneut an mir vorbeigeschrammt. Sie spielt in den Musikwelten des Socia Media nämlich keine besondere Rolle. Nicht mal 400 Facebook-Fans der offiziellen Seite, pff&#8230; Mag daran liegen, dass die Plattenladenwoche keine Erfindung &#8220;von unten&#8221;, also von ein paar enthusiastischen Vinylfans ist, sondern vom Händlernetzwerk all my music bzw. der dahinterstehenden Aktiv Musik Marketing GmbH und Co. KG&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Unterstützt werden die teilnehmenden Plattenläden von allen Major-Companies, zahlreichen Independent-Labels, Vertrieben und Händlernetzwerken. Vor allem aber von einer breiten Front von Künstlern aus allen denkbaren Sparten, sowohl in Form von Statements und Videobotschaften als auch in vielfältiger Form ganz praktisch, vor Ort, beim Plattenladen des Vertrauens.&#8221; von <a href="http://www.plattenladenwoche.de" target="_blank">www.plattenladenwoche.de</a></p></blockquote>
<p>Die Major-Companies tauchen zugebenermaßen in der Liste der Partner gleich zu Beginn auf. Klar, die wollen über die Läden ganz exklusiv im Rahmen der Plattenladenwoche und auch nur in den teilnehmenden Plattenläden ihre &#8220;Limited Editions 2011&#8243; von ihren B-Seiten-Künstlern verticken. Die Indie-Labels muss man leider mit der Lupe suchen. Und werfen wir einen Blick auf diese limitierten Scheiben, so wird ganz schnell klar, dass hier fast ausschließlich die Major-Labels ihre Finger im Spiel haben: Dick Brave&#8230; war das nicht? Richtig, Sasha hieß der mal und hatte Ende der Neunziger die Gehörgänge aller mit fürchterlichen Plastikpopnummern ausgespült. Derzeit hält sich Sascha Schmitz mit seinen Backbeats als Retro-Rock&#8217;n'Roller über Wasser. Hmm, wenn ich mir <a href="http://www.plattenladenwoche.de/limited-editions/" target="_blank">diese Liste</a> so weiter anschaue, dann ist gerade mal das Graveyard-Vinyl wirklich was wert&#8230; wobei Picture Vinyl ja auch eher Spielerei und einem besseren Klang nicht unbedingt zuträglich ist. Mehr Veröffentlichungen vom Indigo-Vertrieb bitte! Und dann gibt&#8217;s da noch einige CD-Veröffentlichungen, die kaum ein Mensch braucht, geschweige denn PLATTEN-Fans. Aber gut, der Buchhandel hat auch ja schon lange nicht mehr nur Bücher&#8230;</p>
<p>Werfen wir also mal einen Blick in die Plattenläden dieser Nation und fangen gleich mal vor der Haustür an. Schließlich sind ja auch im Rahmen der Plattenladenwoche ein paar Instore-Konzerte geplant&#8230;</p>
<p><div id="attachment_5044" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/10/underworldrecords.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/10/underworldrecords-300x225.jpg" alt="Einblick ins Underworld Records, von deren Myspace-Seite geliehen" title="Einblick ins Underworld Records, von deren Myspace-Seite geliehen" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-5044" /></a><p class="wp-caption-text">Einblick ins Underworld Records, Chemnitz</br>(c) www.myspace.com/underworld_records</p></div>&#8220;Unser Laden&#8221; in Chemnitz, <strong>Underworld Records</strong>, der einzig verbliebene der 240.000-Seelen-Stadt, macht bei der Plattenladenwoche auch mit. Naja, zumindest beteiligt er sich an den exklusiven Plattenverkäufen. Ich will nur hoffen dass die Scheiben besser rausgehen als die jahrelangen Ladenhüter, die sich aufgrund heftiger Überfüllung der Plattentröge nur schwerlich durchblättern lassen. Wunde Finger sind das Resultat. Immerhin sind die Jungs rasch, wenn&#8217;s mal ums Bestellen von Platten geht, auch wenn&#8217;s etwas teurer ist. Bei den Instore-Konzerten macht Underworld allerdings nicht mit. &#8220;Kein Platz&#8221;, heißt es da. Offensichtlich haben viele Plattenläden vor lauter Audio-Nippes keinen Platz für Unplugged-Konzerte im Store. Schaut man sich nämlich die Konzertauflistung der Plattenladenwoche-Seite an, fällt auf, dass diese äußerst überschaubar ist. Schade eigentlich&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Es gibt gute Plattenläden. Die sind allerdings auch ohne so eine Plattenladenwoche erfolgreich. Der Grund liegt meiner Ansicht nach in der Kompetenz des Inhabers, Teil des Netzwerkes zu werden, die wirklich guten Platten einzukaufen, und so Sammler an sich zu binden. Ich begrüße es sehr, wenn der vielzitierte Markt die noch immer vielen, miesen Plattenläden verschwinden lässt.&#8221; (Kommentar beim besagten Tagesspiegel-Artikel)</p></blockquote>
<p>Eine sehr hohe Plattenladendichte findet sich im wunderbaren Leipzig. Leider sind die wenigsten davon auch wirklich gut. <strong>Whispers Records</strong> auf der Karl-Liebknecht-Straße ist der wohl bekannteste: gut sortiert, Preise in Ordnung, gerät man an den richtigen Typen hinterm Tresen, kann man auch wunderbar über Platten quatschen. Ein wirklich guter Laden, an dem sich viele ein Beispiel nehmen könnten wäre <strong>The Needle And The Damage Done</strong>, oben drin im Zoro in der Bornaischen Straße: Einen genialeren Namen als diesen Neil-Young-Songtitel gibt es eigentlich gar nicht für einen Plattenladen. Der urige Store bietet eine schöne open-minded-Mischung von Singer-Songwriter, über Sludge und Postrock bishin zu Punk und Hardcore. Gerade in den Zoro-Umbaupausen während der Konzerte ist der Laden immer proppevoll mit treuen jungen Vinylfans. Und wenn man vom ganzen Browsen nicht mehr stehen kann, gibt&#8217;s direkt im Shop eine nette Sitzecke und günstige alkoholfreie Getränke. Also: Club Mate geschlürft und weitergestöbert! So stell ich mir einen guten Plattenladen vor: Raus mit dem alten Zinnober! Nicht jeden derb zerschlissenen Secondhand-Hulli entgegennehmen und weiterramschen, vielmehr auf die neuen Independent-Releases konzentrieren und einen Ort zum Verweilen schaffen, ganz nach der Devise:</p>
<h3>Sofa, Softdrinks und sonische Genüsse!</h3>
<p>&#8230;Und vielleicht noch eine Toilette, wenn ich mich schon über lange Strecken hier aufhalten soll. Nicht mehr, nicht weniger. Nein, ich will im Plattenladen kein Bügeleisen kaufen. Ich möchte eigentlich nicht einmal CDs kaufen. Reinhören ist zwar ausdrücklich erlaubt, nur sollten die Leute dort mal hin und wieder ihren Dreher säubern und die Nadel auswechseln&#8230; </p>
<p>Aber im Plattenladen allgemein gibt&#8217;s immer mal schöne Erlebnisse, die beim Stöbern im Netz so nicht auftauchen. Ich glaube das muss 2008 oder so gewesen sein, da hab ich für nen Zehner das 1990er Debütalbum &#8220;A Social Grace&#8221; in der Leipziger Phonothek (oder so ähnlich, gibt&#8217;s glaub ich nicht mehr, war damals direkt neben dem Klangkombinat) entdeckt. Der Händler wusste natürlich nicht, dass es sich hierbei um ein echtes Schmuckstück progressiver Metalkunst handelte. Ein echter Glücksgriff! Im Nachhinein bin ich dann aber doch froh, dem Unwissenden in meinem Überschwang keinen Antrag gemacht zu haben, haha&#8230;  </p>
<p>Quo vadis Plattenladenwoche? Irgendwie gibt&#8217;s mal abgesehen von den semiguten Sonderveröffentlichungen noch keine klare gemeinsame Linie, kein verbindendes Element bei der Plattenladenwoche. Vielleicht hätte die Entstehung und Gestaltung einer solchen Festwoche eher transparent und in der Online-Öffentlichkeit stattfinden sollen, statt an den Tischen mit Warner und Co.? Die Idee einer solchen Woche ist nämlich grundsätzlich nicht verkehrt. Aber Plattenladen ist nicht gleich Plattenladen. Das meiste hängt klar vom Händler selbst ab, schließlich haben wir es hierbei immer mit einer Auswahl und Eingruppierung von Musik zu tun. Warum nicht den Fokus vom Laden wegnehmen und auf das wichtigste setzen: nämlich die Musik, die Platten selbst! Dann klappt&#8217;s auch besser mit den Indie-Labels. DIY-Artists unterstützen, von mir aus durch Plattenladentouren, immerhin gibt&#8217;s ja auch schon Wohnzimmertouren und groß anders wäre das nun nicht! Klar sollte man die Plattenläden im Boot lassen, aber überlegt doch mal was hier das wichtigste ist. Das sind keine Räume, das sind Töne und die Menschen dahinter. Und Vinylkultur lebt nun einmal vom Hybrid-Vertrieb: online und offline&#8230; und in letzterem Falle sind das vielleicht auch eher Direktverkäufe auf Konzerten und Festivals, nicht der Einzelhandel. </p>
<p>Viva Plattenwoche! </p>
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		<title>Was kann die SHM-CD? Ein Praxistest</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 19:41:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf zu neuen Ufern]]></category>
		<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[eddie vedder]]></category>
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		<category><![CDATA[shm-cd]]></category>
		<category><![CDATA[technologie]]></category>

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		<description><![CDATA[SHM steht für &#8220;Super High Material&#8221;. Die &#8220;Technologie&#8221; zu dieser bescheidenen Bezeichnung haben die Japaner von JVC und Universal Music bereits vor fünf Jahren ausgetüftelt. Oder besser: Beim Versuch, einen besonders transparenten Stoff für LCD-Displays zu erschaffen, stießen sie ganz zufällig auf ein Material, welches &#8211; eben aufgrund seiner Transparenz &#8211; noch besser vom CD-Laser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://shm-cd.co-site.jp/about/about_e.html" target="_blank"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/09/220px-SHM-CD_Subline_logo.svg_-150x143.jpg" alt="" title="220px-SHM-CD_Subline_logo.svg" width="150" height="143" class="alignleft size-thumbnail wp-image-4730" /></a>SHM steht für &#8220;Super High Material&#8221;. Die &#8220;Technologie&#8221; zu dieser bescheidenen Bezeichnung haben die Japaner von JVC und Universal Music bereits vor fünf Jahren ausgetüftelt. Oder besser: Beim Versuch, einen besonders transparenten Stoff für LCD-Displays zu erschaffen, stießen sie ganz zufällig auf ein Material, welches &#8211; eben aufgrund seiner Transparenz &#8211; noch besser vom CD-Laser abgetastet werden soll. Das &#8220;Zaubermaterial&#8221; ist außerdem flüssiger als das gängige Polycarbonat und es können beim Pressvorgang noch feinere Grübchen gegossen werden, was zu weniger Jitter beim Abtasten der CD führen soll. Das klingt doch alles ganz toll, was uns die Japaner auf ihrer <a href="http://shm-cd.co-site.jp/about/about_e.html">SHM-CD-Infoseite</a> anpreisen. Und, brauche ich jetzt dafür einen extra CD-Spieler (wie es beispielweise bei den SACDs der Fall ist), um den Unterschied bemerken zu können? Zum Glück nicht. Eine gescheite Musik-Hardware sollte jedoch vorhanden sein, um überhaupt irgendwelche Unterschiede auszumachen.</p>
<p>Ich machte den Praxistest mit einer sehr aktuellen Veröffentlichung: Die reguläre CD und die SHM-CD von Eddie Vedders &#8220;Ukulele Songs&#8221; kamen dieses Jahr nahezu zeitgleich auf den Markt, berufen sich auf das selbe Mastering und somit ist eine unmittelbare Vergleichbarkeit der beiden Scheiben schon mal gegeben. Die &#8220;konventionelle&#8221; CD habe ich mir übrigens aus unserer Bibliothek ausgeliehen, nicht dass ihr denkt, ich bin so verrückt und kaufe mir mal eben aus Spaß zwei Formate, von denen eines auch erstmal die berühmte Katze im Sack ist&#8230; die wir aber jetzt endlich mal raus lassen werden&#8230;</p>
<h3>Der Hörtest in Minimalbesetzung mit Eddie Vedders &#8220;Ukulele Songs&#8221;</h3>
<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/09/Ukulele-Songs-150x150.jpg" alt="" title="Ukulele-Songs" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-4699" /></p>
<p>Kostenpunkt der SHM-CD: 27,99 Euro beim Musikhändler JPC, 2 Wochen Wartezeit nach Bestellung; für knappe 35 Minuten Spielzeit also schon mal kein Schnäppchen. Man muss der Veröffentlichung von Eddie Vedder jedoch zugute halten, dass hier nicht an der Aufmachung gespart wurde: Ebenso wie bei der regulären CD gibt es die SHM-&#8221;Ukulele Songs&#8221; als Digibook mit 36-seitigem Booklet, welches alle Lyrics und schöne Fotografien auf sehr wertigem Papier beinhaltet. Die SHM-CD kommt zusätzlich noch mit einem Booklet auf Japanisch (offensichtlich wurden hier sogar die Texte übersetzt und ein paar Linernotes geschrieben) und in einer kleinen antistatischen Kunststoffhülle, ähnlich wie bei den gefütterten LP-Innenhüllen.</p>
<p>Ukulele und Gesang zur Beurteilung der Klangqualität einer SHM-CD? Das mag auf dem ersten Blick etwas befremdlich wirken; es gibt ja nur etwas Stimme und eine im Tonumfang sehr limitierte Ukulele zu hören, möchte man meinen. Aber wie alle hoffentlich spätestens seit dem hervorragenden Soundtrack zum Film &#8220;Into the Wild&#8221; wissen, besitzt Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder einen umfassend expressiven Gesang und was der Mann so aus einer Ukulele herausholen kann, ist ebenfalls beträchtlich. Zugleich bietet die Minimalbesetzung reichlich Gelegenheit, sich sehr genau auf die einzelnen Klangnuancen zu konzentrieren. Doch diesmal, nur dieses einzige mal, soll der subjektive Blick auf die Musik selbst erst einnmal nachrangig sein; wir horchen ganz genau auf die Beschaffenheit der Töne&#8230; </p>
<p>Beide Scheiben wurden selbstverständlich mit der selben Ausstattung getestet:</p>
<ul>
<li>CD-Spieler: Marantz CD-17mkII KI</li>
</ul>
<ul>
<li>Vollverstärker: Marantz PM-17mkII</li>
</ul>
<ul>
<li>Regallautsprecher: Magnat Quantum 603 und zuvor B&#038;W DM 601 S3</li>
</ul>
<p>Das unaufmerksamere Ohr vernimmt bei Eddie Vedders neuem Album vielleicht nur ein paar wehmütige Liebeslieder; hört man aber genau hin, merkt man schnell, dass hier ein Songwriter am Werk ist, der seine Stücke auf den Punkt zu bringen, ausdrucksstark umzusetzen und mit so einigen feinen Details anzureichern weiß, welche die SHM-CD hervorragend in Szene setzen kann: Das Wellenrauschen auf &#8220;Light Today&#8221; umspielt den Musikus auf schön plastische Weise, der Harmoniegesang mit Glen Hansard bei &#8220;Sleepless Nights&#8221; ist eine wahre Ohrenweide, das Cello (um mal einen Klangvergleich in höherer Basslage zu haben) auf &#8220;Longing to Belong&#8221; kommt druckvoll, rund und organischer als von der Standardscheibe, aber gar am deutlichsten wird der kleine aber feine Unterschied der SHM-CD beim Opener &#8220;Can&#8217;t Keep&#8221;, der mit seiner Aufbruchstimmung auch gut noch auf die &#8220;Into the Wild&#8221;-Platte gepasst hätte. Das anfängliche Ukulele-Strumming in höheren Tonlagen wirkt auf der &#8220;normalen&#8221; CD schriller, klirrender und zugleich etwas flacher; steril wäre vielleicht der richtige Ausdruck. Ja, darf ich vielleicht ganz vorsichtig anmerken, dass diese SHM-CD irgendwie an ein &#8220;vinylenes Klangerlebnis&#8221; herankommt? Für den direkten Vergleich bräuchte ich jetzt natürlich noch die &#8220;Ukulele Songs&#8221;-LP, aber bei aller Liebe&#8230;<br />
Um die Verwirrung komplett zu machen: Seit Mitte August gibt es von der regulären &#8220;Ukulele Songs&#8221;-CD auch noch eine so genannte &#8220;New Version&#8221;. Die Trackliste ist die gleiche, der Preis etwas höher. Weiß hier jemand was genaueres?</p>
<p>Weitere CDs hat übrigens das <a href="http://www.stereo.de/index.php?id=613" target="_blank">STEREO-Magazin</a> getestet und wer mal in den bisher verfügbaren SHM-CDs stöbern, möchte gibt am besten &#8220;SHM-CD&#8221; in den Suchschlitz bei JPC oder Amazon ein. Amazon hat zwar mit knapp 5.000 Scheiben zwar das deutlich größere Angebot, jedoch auch die happigeren Preise. Bei JPC ist man im Schnitt bei etwa 30 Euro dabei. </p>
<p>Für ein finaleres Urteil über die SHM-CD im Allgemeinen müsste man natürlich noch mehrere CDs selben Masterings auf den selben Anlagen vergleichen. Äußerst gespannt wäre ich beispielsweise auf die früheren Alben von Joni Mitchell. Diese glockenklare Stimme, das weiträumige Piano&#8230; </p>
<p>Aber andererseits: Warum dann nicht gleich Vinyl, wenn man auf ein weicheres Klangbild steht? Preislich liegen die locker unter den SHM-Discs, sie sind ein schöneres &#8220;haptisches Erlebnis&#8221;, wenn man darauf steht und wer sagt mir eigentlich, dass die SHM-CDs nicht bereits nach 20 Jahren auseinanderfallen? Schließlich wird hier so eine große Geheimniskrämerei um dieses Material gemacht, dass das wahrscheinlich keiner weiß außer JVC, wenn überhaupt die. Bei meinen LPs weiß ich wenigstens, dass sie bei guter Pflege ein Menschenleben überdauern und dann sogar noch vererbbar sind. Ja, die werden sogar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Voyager_Golden_Record" target="_blank">ins All geschossen</a>, so technologieneutral sind die! Äh, erinnert mich bitte in 50 Jahren nochmal dran, genau diese SHM-Scheibe hier nochmal einzulegen. </p>
<p>So, na, aber jetzt, die große Frage: Wer hat hier noch Erfahrung mit SHM-CDs? Bin gespannt auf eure Meinung!</p>
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		<title>Fotos vom Christopher Street Day 2011, Berlin &#124; 25.06.2011</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 13:17:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Legler</dc:creator>
				<category><![CDATA[photography]]></category>
		<category><![CDATA[thoughts]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der wichtigsten politischen Demonstrationen des Jahres in Berlin ist mit Sicherheit der Christopher Street Day. Am vergangenen Wochenende standen bereits zum 33. Mal die Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen, Transgender, Inter- und Bisexuellen im Mittelpunkt. Eine halbe Millionen Menschen versammelten sich hierfür unter dem Motto &#8220;Fairplay für Vielfalt&#8221; auf den Straßen zwischen Kurfürstendamm und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/06/csd11.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/06/csd11-200x300.jpg" alt="25.06.11 in Berlin" title="Christopher Street Day 2011" width="200" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-4438" /></a>Eine der wichtigsten politischen Demonstrationen des Jahres in Berlin ist mit Sicherheit der Christopher Street Day. Am vergangenen Wochenende standen bereits zum 33. Mal die Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen, Transgender, Inter- und Bisexuellen im Mittelpunkt. Eine halbe Millionen Menschen versammelten sich hierfür unter dem Motto &#8220;Fairplay für Vielfalt&#8221; auf den Straßen zwischen Kurfürstendamm und Brandenburger Tor. Sie folgten dem kessen Treiben des überwiegend kostümierten Fußvolkes und der vielen bunt bis bunter geschmückten Wagen mit ihren feierfreudigen &#8220;Insassen&#8221;, die sich mit zuckender Musik unterm Hintern ihren Weg Richtung Straße des 17. Juni bahnten. Natürlich wurden dabei auch wichtige Botschaften in alle Himmelsrichtungen entsandt und allgemein zum Kampf gegen Homophobie aufgerufen.</p>
<p>Und an einfach jeder Ecke war sie spürbar: grenzenlose Heiterkeit. Die Menschen lachten, knutschten, gestikulierten. Die Wolkendecke hielt und ließ kein Tröpfchen durch. Es siegte die Farbenpracht als Symbol für Toleranz. Ganz klar: Es ist so einfach freundlich zueinander zu sein!</p>
<p>Wir kämpften uns ganz schaulustig in eine der ersten Reihen in Schöneberg und drückten eifrig auf den Auslöser &#8211; unser Beitrag FÜR sexuelle Gleichberechtigung.</p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd01.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd02.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd04.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd03.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd05.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd06.jpg' </p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd07.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd08.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd09.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd10.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd11.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd12.jpg' </p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd13.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd14.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd15.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd16.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd17.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110625_CSD/csd18.jpg' class='float_left' /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157627067193028/csdberlin2011.html"><strong>Zu allen Bildern vom Christopher Street Day in Berlin</strong></a></p>
<p><strong>Gesichtet auf Plakaten und Bannern</strong></p>
<blockquote><p>01. Vielfalt in die Lehrpläne &#8211; stoppt Mobbing und Gewalt<br />
02. Adoptionsrecht für alle<br />
03. Schluss mit Homoblut-Saugerei: gleiches Steuerrecht für alle Paare<br />
04. Für Vielfalt, für Solidarität, gegen Homophobie<br />
05. Fairplay &#8211; mehr Geld für Vielfalt<br />
06. Gegen Homophobie und Hassgewalt<br />
07. Fußballfans gegen Homophobie<br />
08. Is this not my world?<br />
09. Keine Diskriminierung am Arbeitsplatz<br />
10. Football is coming out!</p></blockquote>
<p><strong>CSD-Forderungen 2011</strong></p>
<blockquote><p>Unter dem HAUPTMOTTO „Fairplay für Vielfalt“ wird Homophobie die rote Karte gezeigt und Akzeptanz und Förderung der sexuellen Vielfalt im Sport werden gefordert.</p></blockquote>
<p>Das Motto wird untermauert durch die weiterführenden Forderungen:</p>
<blockquote><p>1. Homophobie ins Abseits: Sexuelle Vielfalt im Sport akzeptieren und fördern.<br />
2. Allgemeine und sexuelle Menschenrechte müssen als globale Spielregeln gelten.<br />
3. Die verfolgten Homosexuellen in Deutschland müssen moralisch und materiell rehabilitiert werden.<br />
4. Regenbogenfamilien müssen rechtlich gleichgestellt und abgesichert werden.<br />
5. Der Rahmenplan für sexuelle Gesundheit muss zügig umgesetzt werden.</p></blockquote>
<p><strong>Christopher Street Day Berlin im Internet:</strong></p>
<p>Offizielle Homepage: <a href="http://csd-berlin.de">csd-berlin.de</a><br />
Facebook: <a href="http://www.facebook.com/pages/Berliner-CSD-eV/336189604596">www.facebook.com/pages/Berliner-CSD-eV/336189604596</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rotzig, rosig, romantisch, rockend &#8211; der persönliche Ohrenschmaus 2010</title>
		<link>http://rockzoom.de/2010/12/30/rotzig-rosig-romantisch-rockend-der-personliche-ohrenschmaus-2010/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2010/12/30/rotzig-rosig-romantisch-rockend-der-personliche-ohrenschmaus-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 20:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
		<category><![CDATA[thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[atheist]]></category>
		<category><![CDATA[black mountain]]></category>
		<category><![CDATA[her name is calla]]></category>
		<category><![CDATA[johnossi]]></category>
		<category><![CDATA[kom]]></category>
		<category><![CDATA[rose kemp]]></category>
		<category><![CDATA[slough feg]]></category>
		<category><![CDATA[the flying eyes]]></category>
		<category><![CDATA[the ocean]]></category>
		<category><![CDATA[wuthering heights]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Liste erhebt nullkommanix Anspruch auf Vollständigkeit, sondern gibt nur meine eigene beschränkte Sicht auf ein ganz besonders buntes Akustikjahr 2010 wieder; wobei man aber durchaus von einem Ranking sprechen kann, wurden etliche dieser Scheiben doch schon an die 50 mal ohne Ermüdungserscheinungen gehört, was bei meiner Menge an Neuanschaffungen und geliehenen CDs durchaus ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Liste erhebt nullkommanix Anspruch auf Vollständigkeit, sondern gibt nur meine eigene beschränkte Sicht auf ein ganz besonders buntes Akustikjahr 2010 wieder; wobei man aber durchaus von einem Ranking sprechen kann, wurden etliche dieser Scheiben doch schon an die 50 mal ohne Ermüdungserscheinungen gehört, was bei meiner Menge an Neuanschaffungen und geliehenen CDs durchaus ein ganzer Haufen ist. Am Ende möchte ich dem aufgeschlossenen Hörer den ein oder anderen Geheimtipp natürlich auch nicht vorenthalten&#8230;</p>
<p><strong>1. JOHNOSSI &#8211; Mavericks</strong><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/01johnossi.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/01johnossi.jpg" alt="" title="01johnossi" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3639" /></a></p>
<p>Ich entdeckte sie einst beim Büchereinstellen in unserer Bibliothek. Zu verdanken hab ich diese beiden schwedischen Herren einer jungen Kollegin vom Team &#8220;Jugend &#038; Musik&#8221;. Beim ersten mal klang &#8220;Mavericks&#8221; einfach nur sehr nett, doch schon wenige Durchläufe später machte es Klick. Die Scheibe ist vollgepackt mit Ohrwurm-Melodien, unverbrauchten Kehrtwendungen und einer gesunden Zeitlosigkeit. Wer beim Wort &#8220;Indie&#8221; zusammenschreckt, dem kann Entwarnung gegeben werden: So und nicht anders muss das klingen, abseits des ganzen Einheitsbreis, der unter dieser Bezeichnung kursiert. Kurzweilig, abwechslungsreich, süchtigmachend! <a href="http://www.myspace.com/johnossi" target="_blank">Kostprobe?</a></p>
<p><strong>2. HER NAME IS CALLA &#8211; The Quiet Lamb</strong><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/02hernameiscalla.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/02hernameiscalla.jpg" alt="" title="02hernameiscalla" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3640" /></a></p>
<p><a href="http://RockZOOM.de/2010/10/09/her-name-is-calla/" target="_blank">Erst vor kurzem hatten wir &#8220;The Quiet Lamb&#8221; im Gespräch</a>: Hier treffen melancholisch-fragile Glasbauten des Post Rock auf schier unkategorisierbare Ausbrüche. Eine Platte, die vor Dynamik nur so strotzt. So richtig wird die volle Akustikbandbreite der hervorragenden Produktion erst auf Platte mit guter Analogausstattung deutlich. Ganz großes, detailverliebtes Ohrenkino mit dem Stück des Jahrhunderts: dem epischen Emotionalbrocken &#8220;Condor and River&#8221;! <a href="http://soundcloud.com/hernameiscalla" target="_blank">Horchen!</a></p>
<p><strong>3. KOM &#8211; Berry White</strong><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/03kom.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/03kom.jpg" alt="" title="03kom" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3641" /></a></p>
<p><a href="http://RockZOOM.de/2010/07/06/beerenweischen-und-zitronengelb-ein-moderndes-marchen-von-kom/" target="_blank">KOMs &#8220;Berry White&#8221; verzückte mich im Mai</a> mit verträumten Minimalmelodien, mit verschrobenem 60er Jahre-Anstrich und seiner effizienten Einfachheit: &#8220;Auf KOMs erstem richtigen Album unter dem geschätzten Denovali-Label dreht es sich viel mehr um die leisen, dezenten Klänge. Dreht es sich um den Song in aller seiner Kompaktkeit, zielgenau komponierten Schönheit.&#8221; <a href="http://www.denovali.com/kom/" target="_blank">Sich-selbst-überzeugen&#8230;</a></p>
<p><strong>4. ROSE KEMP &#8211; Golden Shroud</strong><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/04rosekemp.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/04rosekemp.jpg" alt="" title="04rosekemp" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3642" /></a></p>
<p>Kaum eine Musikerin rotzt dermaßen auf Konventionen wie die Tochter der beiden Folkrock-Ikonen Maddy Prior und Rick Kemp von Steeleye Span. Waren ihre ersten Veröffentlichungen &#8220;Glance&#8221; und &#8220;A Hand Full of Hurricanes&#8221; noch sehr dem singer-songwriterischen Lied verschrieben, gesellten sich auf &#8220;Unholy Majesty&#8221; tiefe Abgründe zur wohltemperierten Folk-Vergangenheit. Stark verzerrte Telecaster-Teppiche zerfetzten Harmonien, gewoben aus einer ganz ureigenen Dramatik. Auf &#8220;Golden Shroud&#8221; sind nun Doom und Sludge in äußerst ruppiger Manier noch stärker vertreten, gebären Gänsehäute und tanzen umher mit selbstironischen Madrigalen, mehrstimmig aufgetischt von der jungen talentierten Dame höchstselbst und alleinig. <a href="http://www.myspace.com/rosekemp/music/songs/golden-shroud-edit1-mp3-77188801?actp=n%2b0prKAebczfG13CmB%2fL170xxzjSK8k%2f19igSi%2f1c3vFrKSdG4VwAe0JTCVeV1%2bSulOOsoH6t5IbSXY%2fiTu4sezwHFbT9Uk1%2fO2y0KKC6t4MLPX8CbyuJLDApAZFf53OWZ5%2bg2B95CmoUeThp1aX85wDSfo3OQ2N%2boHD36nueXHjtjizrAZOOk3QqgWs9LGw61%2fgwitUj%2feUV0HPNP5Awrr2I6lmMIU%2f9bLkokYz0s7uW3o%2byJuk4bLiLFEhHIvG" target="_blank">Sich-wagen.</a></p>
<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/05heliocentric.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/05heliocentric.jpg" alt="" title="05heliocentric" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3643" /></a><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/05anthropocentric.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/05anthropocentric.jpg" alt="" title="05anthropocentric" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3644" /></a><strong>5. THE OCEAN &#8211;<br />
Heliocentric / Anthropocentric</strong></p>
<p>Hier haben wir es mit einem ganz besonders ambitionierten Doppelpack zu tun. Das Konzept-Epos &#8220;Heliocentric&#8221; knüpft nahtlos dort an, wo das The Ocean Collective mit seinen vielen Gastmusikern anno 2007 mit &#8220;Precambrian: Proterozoic&#8221; aufgehört hat: bei cello-, glockenspiel-, jazz- und pianoveredeltem Schwermetall und Themen, die die Welt bewegen&#8230; oder um die sich die Welt bewegt, denn auf &#8220;Heliocentric&#8221; geht es, wie der Name schon suggeriert, um das heliozentrische Weltbild und die Probleme, die eine solche Weltanschauung zu Zeiten des aufkeimenden Christentums mit sich brachte. Beim ersten Teil dieser Doppelveröffentlichung konnte der dramatische Stoff würdig umgesetzt werden. Ein paar Abstriche gibt&#8217;s für den zweiten Output &#8220;Anthropocentric&#8221;, der leider nicht mehr gar so filigran durchdacht ist wie das nahezu perfekt durchkomponierte &#8220;Heliocentric&#8221;. Inhaltlich geht es hier um den &#8220;Menschen in der Mitte&#8221;, das Christentum und dessen Alleingültigkeitsanspruch und Dogmatik. &#8220;Anthropocentric&#8221; klingt daher wütender und direkter, macht aber das erste Album dadurch auch erst komplett &#8211; musikalisch als auch optisch, denn in Sachen Aufmachung und Verarbeitung gibt es ganz besondere Pluspunkte: Hier wurden vom Bandkopf Robin Staps und seinem Label Pelagic Records extrem wertige CD- und vor allem Vinyl-Boxen kreiert: mit D-Seiten-Gravuren, Drehscheiben-Gimmicks, Kärtchen für die Lyrics und an sich auch schön schweren, audiophilen 180g-Scheiben in hübschen Gatefolds. <a href="http://www.theoceancollective.com/heliocentric/" target="_blank">Anhimmeln.</a></p>
<p><strong>6. THE FLYING EYES &#8211; The Flying Eyes</strong><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/06theflyingeyes.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/06theflyingeyes.jpg" alt="" title="06theflyingeyes" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3645" /></a></p>
<p>Hierbei handelt es sich eigentlich um eine 2009er Veröffentlichung, aber The Flying Eyes sind DER Geheimtipp für alle wahren Rockjünger, die noch immer dem Tod Jim Morrisons hinterhertrauern. Sänger Will Kelly klingt dem alten Doors-Haudegen nämlich so verblüffend ähnlich, dass man kurz mal auf den Kalender schauen muss: Jepp, immer noch (oder schon?) 2010&#8230; Aber nicht umsonst veröffentlichen The Flying Eyes, die dieses Jahr auch auf der Hippie Convention Burg Herzberg auftraten, beim Label &#8220;Trip in Time&#8221;. Der Labelname ist also Programm bei den Jungspunden aus Baltimore, die mich auf einer <a href="http://RockZOOM.de/2010/08/25/the-flying-eyes-subway-to-peter-chemnitz-24-08-2010/" target="_blank">Show im August</a> gänzlich weggefegt haben. <a href="http://www.myspace.com/theflyingeyes" target="_blank">Mitfegen!</a></p>
<p><strong>7. ATHEIST &#8211; Jupiter</strong><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/07atheist.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/07atheist.jpg" alt="" title="07atheist" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3646" /></a></p>
<p>2009 und 2010 waren die Jahre des technischen Metal. Nach Cynics glanzvoller Rückkehr im vergangenen Jahr können nun auch Atheist endlich wieder eine Platte vorlegen. Nach 17 Jahren! Umso brachialer zeigt sich &#8220;Jupiter&#8221;: ein Death/Thrash-Feuerwerk der höchsten Güte, das sich sogar mit einigen Einflüssen aus dem Black Metal umgibt; man höre da nur einmal den Beginn von &#8220;Fictitious Glide&#8221;; auf Genregrenzen können Kelly Shaefer und seine teilweise neuen Kumpanen nur pfeifen. Auf dem Böllerthron sitzt nach wie vor Steve Flynn und liefert hier auf Album Nummer vier mit Abstand seine abgedrehteste Leistung ab. Nach knapp 33 Minuten ist der chaotische Spuk auch schon vorbei, Atempausen gibt es nicht. Trotz dieser Rotzigkeit und Shaefers typisch zugedröhnt klingenden Gefauche umgibt auch &#8220;Jupiter&#8221; wieder eine gewisse Ästhetik, die nicht zuletzt auf die Symbiose Artwork/Textwerk zurückzuführen ist. Atheist waren noch nie eine Band banaler Worte und so hauen sie auch 2010 wieder gleichermaßen in Magengrube und Gewissen. <a href="http://www.season-of-mist.com//common/downloads/Atheist/Atheist-Second-to-Sun.mp3" target="_blank">Hmpf!</a></p>
<p><strong>8. WUTHERING HEIGHTS &#8211; Salt</strong><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/08wutheringheights.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/08wutheringheights.jpg" alt="" title="08wutheringheights" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3647" /></a></p>
<p>Ich weiß nicht warum diese Band auch mit diesem starken fünften Album noch nicht die verdiente Aufmerksamkeit in Metalkreisen erlangen konnte, trällert doch nun schon zum dritten mal der einzig legitime DIO-Nachfolger, Nils Patrik Johansson bei dieser dänisch-schwedischen Truppe und tut dies hier meiner Meinung nach sogar noch viel besser als bei seiner Hauptgruppe Astral Doors. Bandkopf <a href="http://RockZOOM.de/2008/12/03/erik-ravn-wuthering-heights/" target="_blank">Erik Ravn</a> zeigt sich auf diesem poetischen Seefahrer-Konzeptalbum mal wieder als ideenreicher Supersongwriter mit einem erstklassigen Händchen für griffige Melodien und verspielte Details. Wuthering Heights machen kurzum bezeichnet epischen Progressive Speed Folk Power Metal, am ehesten noch in die Blind Guardian-Ecke passend. <a href="http://www.wuthering-heights.dk/sounds/the_desperate_poet.mp3" target="_blank">Unbedingt antesten.</a></p>
<p><strong>9. BLACK MOUNTAIN &#8211; Wilderness Heart</strong><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/09blackmountain.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/09blackmountain.jpg" alt="" title="09blackmountain" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3648" /></a></p>
<p>Ähnlich retro wie The Flying Eyes sind die Kanadier BLACK MOUNTAIN. Ein Tütchen Hendrix, ein bisschen Jefferson Airplane und eine Neil Young&#8217;sche Schwerfälligkeit. &#8220;Wilderness Heart&#8221; ist raubeiniger als ihr Vorgänger &#8220;In the Future&#8221;: direkter, verschrobener, weniger psychedelisch aber auch viel unwiderstehlicher, weil enorm groovend (&#8220;Rollercoaster&#8221;) und lässig (&#8220;Buried by the Blues&#8221;), bisweilen sogar floydig-balladesk zu &#8220;Wish Your Were Here&#8221;-Zeiten (&#8220;The Space of Your Mind&#8221;) oder punkig-motöresk (&#8220;Let Spirits Ride&#8221;)! <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Vielleicht sind ja dem ein oder anderen auch die kongenialen Hammers of Misfortune geläufig? Bei der Ballade &#8220;Radiant Hearts&#8221;, das Gesangeswechselspiel zwischen Stephen McBean und Amber Webber kommt hier bestens zum Tragen, wurde ich angenehm an jene Heavyprog-Kapelle erinnert&#8230;</p>
<p><strong>10. SLOUGH FEG &#8211; The Animal Spirits</strong><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/10sloughfeg.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/12/10sloughfeg.jpg" alt="" title="10sloughfeg" width="115" height="115" class="alignleft size-full wp-image-3660" /></a></p>
<p>&#8230;der einst auch die markante Stimme von Mike Scalzi beiwohnte. Seit jener aber nicht mehr bei den Hammers weilt, ist er mit seiner Hauptband Slough Feg umso aktiver und haut beinahe jährlich ein urwüchsiges Hammeralbum nach dem nächsten raus. Die neueste Scheiblette verbindet dabei hervorragend die rock&#8217;n'rollige Luftigkeit der letzten beiden Alben mit der glorreichen Epik der früheren Werke als noch das &#8220;The Lord Weird&#8221; vorm Bandnamen stand. Den edlen Esel gesattelt und heldenhaft die Faust gen Himmel gereckt bei Hymnen wie &#8220;Kon-Tiki&#8221;! <a href="http://www.myspace.com/sloughfeg" target="_blank">Und ab!</a></p>
<p>Unbedingt auch erwähnt werden muss die neue Veröffentlichung des Altmeisters Neil Young, &#8220;Le Noise&#8221;, nur gerüstet mit Stimme und Gitarre. Zeitlos gut, nur die elektronischen Dumseleien von Mr. Lanoise hätte man sich auf dieser Scheibe sparen können. Und war diese Top 10 hauptsächlich von E-Gitarren geprägt, ich habe mich auch dieses Jahr wieder an vielen nichtrockenden Tönen ergötzen können: Katie Melua, Brett Detar, Nik Bärtsch&#8217;s Ronin oder Antony and the Johnsons seien da genannt.<br />
Und trotz des besonders früh einsetzenden und beständigen Winters konnten mich anno 2010 nur eine handvoll Schwarzmetallkapellen überzeugen: Alcest, Drudkh und nicht zuletzt Negură Bunget.<br />
Enttäuschungen gab es in gewisser Weise natürlich auch. Von Fejds neuem Album &#8220;Eifur&#8221; habe ich mir ehrlich gesagt mehr (neues) erhofft, da war zu viel aufgewärmtes, schon so etwas wie eine kleine Routine und zu viele neu aufgenommene ältere Stücke, die in ihrer Urfassung eh irgendwie besser klangen. Auch gibt es Metalbands, in Vergangenheit durchaus als Lieblingsbands zu bezeichnen, die drehen sich mittlerweile ein bisschen im Kreis (Blind Guardian, Nevermore, Astral Doors&#8230;) oder veröffentlichen ganz und gar nur noch Schrott, allen voran meine bis dato so geschätzten Elvenking, die sich selbst vom kreativen Folk Power Metal zum oberflächlich-peinlichen Emo-AOR degradiert haben. Von Arcade Fires &#8220;Suburbs&#8221; war ich auch recht enttäuscht: zu klinisch-kalt, leider kein zweites &#8220;Funeral&#8221;.</p>
<p>Leider noch keine Hörgelegenheit hatte ich unter anderen für:<br />
- 40 Watt Sun, dem Nachfolgeprojekt von Patrick Walker, dem ehemaligen Sängergitarristen der UK-Doomgötter WARNING<br />
- die neuen Funkfreuden vom Knallkopp JAMIROQUAI<br />
- das Reunion-Album von KILLING JOKE<br />
- ENSLAVED&#8230; kurz reingehört, für gut befunden und irgendwo auf der Einkaufsliste verschütt gegangen&#8230;<br />
- AGALLOCHs &#8220;Marrow of the Spirit&#8221;, wurde just veröffentlicht und sollte eigentlich auch bei jedem Freund herbstwinterlicher Metalklänge im Einkaufskorb liegen&#8230;</p>
<p>Zwei Ohren sind eindeutig zu wenig für eine Rübe&#8230; Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben!</p>
<p>Worauf ich mich im Jahr 2011 schon freue?<br />
Auf mein erstes Burg Herzberg Festival, auf die Psychotic Waltz Reunion Tour im März, auf Kohle für die DIO- und Rolling Stones Vinylboxen, auf die schon längst überfällige und bereits bezahlte Negură Bunget Holzkiste von &#8220;Vîrstele pămăntului&#8221; mit echter transsilvanischer Erde, auf &#8220;Saivo&#8221; von Tenhi, das neue Disillusion Album und natürlich ganz viele schöne Neuentdeckungen und Empfehlungen!</p>
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		</item>
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		<title>Markus Heitz auf tänzerisch-musikalischer Lese-Tour</title>
		<link>http://rockzoom.de/2010/02/03/markus-heitz-auf-tanzerisch-musikalischer-lese-tour-mit-musik/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 12:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute</dc:creator>
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		<category><![CDATA[lesung]]></category>
		<category><![CDATA[markus heitz]]></category>
		<category><![CDATA[persephone]]></category>
		<category><![CDATA[tanz]]></category>

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		<description><![CDATA[Moment mal, da wird eine Autorenlesung auf RockZOOM angekündigt? Was hat denn das mit Musik zu tun? Die Antwort ist in diesem Fall einfach; Markus Heitz, einer der wohl bekanntesten deutschen Fantasy-Autoren (der durch seine Shadowrun-Rollenspiel Romane bekannt und durch die Reihe &#8220;Die Zwerge&#8221; berühmt wurde), wird zwar nicht selbst singen und tanzen, hat sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/02/judassohn.jpg" alt="" title="Judassohn" width="110" height="171" class="alignright size-full wp-image-3031" />Moment mal, da wird eine Autorenlesung auf RockZOOM angekündigt? Was hat denn das mit Musik zu tun? Die Antwort ist in diesem Fall einfach; Markus Heitz, einer der wohl bekanntesten deutschen Fantasy-Autoren (der durch seine Shadowrun-Rollenspiel Romane bekannt und durch die Reihe &#8220;Die Zwerge&#8221; berühmt wurde), wird zwar nicht selbst singen und tanzen, hat sich aber zur Lese-Tour seines neuesten Werkes musikalisch-tänzerische Verstärkung an Land gezogen. Er wird nicht wie gewohnt &#8220;nur&#8221; ein paar Kapital aus seinen Werken, in diesem Fall aus dem Buch &#8220;Judassohn&#8221; vorlesen, sondern wird dabei neo-klassisch-musikalisch von &#8220;Persephone&#8221; unterstützt. </p>
<p>Bei Persephone handelt es sich in diesem Fall nicht um die griechische Göttin, sondern um das Seitenprojekt von L&#8217;âme Immortelle-Frontfrau Sonja Kraushofer. Ich muss zugeben, dass mir die Band persönlich noch nicht bekannt war, was sich wohl dadurch erklären lässt, dass ich mich trotz meiner Vorliebe für das gelegentliche Horror/Fantasy-Buch nicht sonderlich für die Gothic-Musikszene interessiere. Umso gespannter werde ich also diesem Event hingegen sehen. </p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2010/02/judassohn1.jpg" alt="" title="Das Judassohn-Tour Team" width="303" height="149" class="alignright size-full wp-image-3043" />Wort und Klang sind aber erst zwei der drei Bestandteile dieses &#8220;Events für die Sinne&#8221;. Zusätzlich haben Heitz und Persephone sich die Tänzerin Asherah Latifa als Verstärkung geholt. Diese widmet sich (laut Website) seit über 10 Jahren dem Orientalischen- und Zigeunertanz mit einer großen Vorliebe für experimentelles Tanzen. Man darf also sehr gespannt sein, wie sie die Vampirgeschichte in &#8220;Judassohn&#8221; interpretieren wird. </p>
<p>Bei dem trotz aller Sinnberauschung wohl wichtigstem Aspekt der Tour, dem Roman &#8220;Judassohn&#8221;, handelt es sich um das Nachfolgewerk zu Markus Heitz&#8217; Roman &#8220;Kinder des Judas&#8221;. Bei diesem christlich angehauchten Titel denkt man vielleicht nicht unbedingt gleich an das eigentliche Thema des Buches (Vampire), fängt man selbiges aber erstmal an zu lesen, wird man schnell merken, dass es sich hierbei nicht um ein &#8216;normales&#8217;, wie sonst üblich klischeebelastetes Buch handelt. Heitz hatte wohl, wie ich auch, die Schnauze voll von funkelnden unsterblichen Romantikern und hat sich stattdessen ganz auf den Ursprung des Vampirmythos konzentriert. Denn wer sich schon mal die Zeit genommen hat, den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vampire">Wikipedia-Artikel</a> über Vampire zu lesen, wird wissen dass der Vampirmythos nicht wie oft angenommen in Rumänien durch den &#8220;Pfähler&#8221; Vlad Ţepeş entstand. Der Mythos existiert schon weitaus länger und hat sich dann im 18. Jahrhundert aus dem heutigen Serbien über den ganzen Balkan und letztendlich auch bis nach Deutschland ausgebreitet. Es gab zu der Zeit eine regelrechte Vampir-Panik; die religiös geprägten Menschen haben damals überall und in allem Vampire gesehen, unschuldige Menschen wurden ähnlich wie Hexen gejagt und getötet, Verstorbene exhumiert und anschließend geköpft und/oder verbrannt. An dieser Stelle ist übrigens auch Heitz&#8217; kleines Sachbuch &#8220;Vampire! Vampire!&#8221; sehr empfehlenswert, was diese Folksglauben mit viel Humor wiedergibt. </p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2010/02/kinderdesjudas.jpg" alt="" title="Kinder des Judas" width="110" height="168" class="alignright size-full wp-image-3032" />Viele dieser Fakten finden sich im Roman &#8220;Kinder des Judas&#8221; wieder, und ab und zu taucht sogar die eine oder andere historische Figur auf. Alles in allem ist es ein sehr intelligent geschriebenes Buch, was zudem über seine 700 Seiten nie langweilig wird &#8211; ich fand es so spannend, das ich jede freie Minute zum lesen genutzt hab. Das passiert mir sonst eigentlich nur wenn Neil Gaiman mal wieder ein neues Buch veröffentlicht hat&#8230; </p>
<p>Die &#8220;Judassohn&#8221;-Tour wird meine zweite Lesung von Markus Heitz &#8211; bereits im Oktober 2009 hatte ich das Vergnügen ein paar Kapitel aus dem Roman &#8220;Drachenkaiser&#8221; von ihm in der Düsseldorfer Stadtbibliothek vorgelesen zu bekommen. Leider schienen die Veranstalter für diese Lesung nur auf Klotüren Werbung gemacht zu haben, so das letztendlich nur eine sehr kleine Gruppe von ca. 30 Leuten anwesend war. Trotzdem war es eine sehr interessante und unterhaltsame Erfahrung, da Heitz trotz der düsteren Thematik sein Werk mit viel Humor präsentiert hat. </p>
<p>Ob &#8220;Judassohn&#8221; mit &#8220;Kinder des Judas&#8221; mithalten kann und wie die musikalisch-tänzerische Lesung letztendlich vonstatten gegangen ist &#8211; demnächst auf RockZOOM!</p>
<p><strong>Tourdaten: </strong><br />
20.03.2010: Leipzig, Victor Jara<br />
22.03.2010: Berlin, K17<br />
23.03.2010: Hamburg, Markthalle<br />
24.03.2010: Nürnberg, Hirsch<br />
25.03.2010: Duisburg, Forum Rheinhausen<br />
26.03.2010: Frankfurt, Batschkapp<br />
27.03.2010: Limbach / Saar, Dorfhalle</p>
<p><strong>Links: </strong><br />
&raquo; <a href="http://judassohn.com">Judassohn-Tour Offizielle Website</a><br />
&raquo; <a href="http://mahet.de">Markus Heitz&#8217; Offizielle Website</a><br />
&raquo; <a href="http://persephone-home.de">Persephone&#8217;s Offizielle Website</a><br />
&raquo; <a href="http://dark-diva.de">Asherah Latifa&#8217;s Offizielle Website</a><br />
&raquo; <a href="http://twitter.com/Judassohn">Judassohn-Tour Twitter Account</a></p>
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		<title>Rückblick. Umblick. Ausblick &#8211; und weiter&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 09:29:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[Rockzoom]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder ein Jahr vorbei. Und die Zeit der Rückblicke eigentlich auch. Der aufmerksame RockZOOM-Leser wird aber bereits gesehen haben, dass sich doch ein bisschen was geändert hat und dass ein paar reflektierende Worte vielleicht angebracht sind: Wärmer sind wir geworden. Bunter. Das Braun von RockZOOM Version 1.0? Dezent, aber schon beinahe vergessen. Dem Winter wollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder ein Jahr vorbei. Und die Zeit der Rückblicke eigentlich auch. Der aufmerksame RockZOOM-Leser wird aber bereits gesehen haben, dass sich doch ein bisschen was geändert hat und dass ein paar reflektierende Worte vielleicht angebracht sind: Wärmer sind wir geworden. Bunter. Das Braun von RockZOOM Version 1.0? Dezent, aber schon beinahe vergessen. Dem Winter wollen wir trotzen mit neuen Farben, einem frischen Layout und über allem auch einer endlich wieder einwandfrei funktionierenden Galerie. Ganz besonderer Dank gilt hierfür unserem TechSupport-Schutzengel <a href="http://RockZOOM.de/author/ute/" target="_blank">Ute</a>.</p>
<p>Rückblickend gilt es natürlich auch Danke zu sagen. Wir danken unseren Stammlesern für aufmunternde Worte und das stete Wiederkehren an diesen unsteten Ort, wir danken den Bands, Labels und Veranstaltern die uns an wundervollen Konzerten und Festivals und an erhebender Musik teilhaben ließen und nicht zuletzt danken wir irgendeiner höheren Macht, dass unsere Fotografin und kreative Leitwölfin Jana Legler im fernen Neuseeland einen schweren Autounfall so unbeschadet überstanden hat&#8230;</p>
<p><a href="http://RockZOOM.de/photos/photo/3241286454/elude-the-end-30-01-2009-9.html" class="tt-flickr tt-flickr-Small" title="Elude the End - 30.01.2009 #9"><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3125/3241286454_a4cffb8489_m.jpg" alt="Elude the End - 30.01.2009 #9" width="160" height="240" /></a> Gleichzeitig müssen wir uns leider von einem anderen Fotofreund trennen: Michael Gebhardt wendet sich ab vom Fotograben und konzentriert sich fortan auf Sessionfotografie. Michas geniale Konzertfotos, das dynamische Zusammenspiel von Licht, Schweiß und Fannähe der abgebildeten Konzerte, all das findet ihr noch in unseren Bildarchiven oder direkt über <a href="http://RockZOOM.de/photos/tags/michaelgebhardt/" target="_blank">Michaels persönliches Bildtag</a>. Für alles weitere dann <a href="http://www.scornography.de">www.scornography.de</a>. </p>
<p>Wer nun meint, auch tolle Bilder zu machen, wer meint, diese Bilder nicht nur zur eigenen Profilierung, zur Übung der eigenen fotografischen Fähigkeiten zu machen, sondern in erster Linie um die Musik zu fördern, um Liveerlebnisse weiterzugeben und die Netzbevölkerung darauf aufmerksam zu machen, dass man solche Erlebnisse nur &#8220;da draußen&#8221;, offline, bekommt und &#8220;online&#8221; nur ein Mittel zum Zweck ist, wer liebt, was sich VOR der Linse bewegt, der oder die ist bei uns herzlich willkommen! Selbiges gilt natürlich für potentielle Schreiberlinge, die abseits der Kategorientrennung &#8220;News &#8211; Interviews &#8211; Livebericht&#8221; denken und sich hier mit Features und unkonventionellen Beiträgen zu ihren musikalischen Helden austoben möchten. Übrigens bemüht sich auch unser Stammpersonal für 2010 wieder verstärkt, diese ursprünglich angestrebte Linie weiterzufahren.</p>
<p>Nicht zuletzt werden wir auch 2010 wieder auf dem kuscheligen <a href="http://www.dongopenair.de" target="_blank">Dong Open Air</a> zugegen sein, wo wir uns in den vergangenen Jahren bereits mit der Gestaltung des Programmheftes, der Verteilung des Festivalmerchandisings und der Berichterstattung zu diesem jährlich stattfindenden Kultfestival nützlich machen konnten. </p>
<p>Und musikalisch? Nach wie vor blicken wir allem entgegen, was im weitesten Sinne rockt. Klar hat da jeder seine Anlaufstellen, zum Beispiel den so wunderbare Vinyls veröffentlichenden Post Rock/Sludge/Ambient-Schuppen <a href="http://www.denovali.com">Denovali Records</a> oder das &#8220;unheimlich emotionale Musik&#8221; produzierende <a href="http://www.prophecy.cd">Prophecy Records</a> mit einzelnen anstehenden und heiß ersehnten Veröffentlichungen von beispielsweise Tenhi, Alcest oder Dordeduh&#8230; Aber wir lassen uns natürlich gern auch auf den Zufall ein, das überraschte Entdecken neuer Musik ohne etwas Bestimmes zu suchen. Ein weiteres Schlagwort für 2010 wäre aber auch &#8220;Creative Commons Musik&#8221;. Freie Musik von Künstlern, die gehört werden möchten und daher allen zum Teil großzügige Nutzungsrechte einräumen. Das suchen wir. Das unterstützen wir, damit Musik bekannt wird, vorankommt und nicht in den CD-Regalen versumpft.</p>
<p>Oder wie es <strong>safi </strong>auf ihrem genialischen Debütalbum &#8211; übrigens mein persönliches Album des Jahres 2009! &#8211; so schön formulierte:</p>
<blockquote><p><strong>Wir müssen nicht nur Schuhe, sondern auch Beine machen.</strong><br />
<em>aus: &#8220;weiter&#8221; von der cd &#8220;kalt&#8221; (2009)</em></p></blockquote>
<p>In diesem Sinne schwingen wir selbige in Richtung Zukunft. Und ab&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Music 2.0 &#8211; Mehr erreichen!? &#124; 17.12.09 @ W&#228;rmehalle S&#252;d, Leipzig</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 23:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[copyleft]]></category>
		<category><![CDATA[copyright]]></category>
		<category><![CDATA[creative commons]]></category>
		<category><![CDATA[freie musik]]></category>
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		<category><![CDATA[web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;I&#8217;m fully confident that copyright, for instance, will no longer exist in 10 years.&#8221; Diese gewagte These stammt von keinem Geringeren als David Bowie. Bereits vor sieben Jahren prophezeite die Ikone in der NY Times das Copyleft statt Copyright. Doch wovon soll der Musiker leben, wenn er seine Musik “frei” gibt, sei es unter einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;I&#8217;m fully confident that copyright, for instance, will no longer exist in 10 years.&#8221;</p></blockquote>
<p>Diese gewagte These stammt von keinem Geringeren als David Bowie. Bereits vor sieben Jahren prophezeite die Ikone in der NY Times das Copyleft statt Copyright. Doch wovon soll der Musiker leben, wenn er seine Musik “frei” gibt, sei es unter einer GNU GPL-Lizenz oder den sich immer größerer Beliebtheit erfreuenden “Baukasten”-Lizenzen der Creative Commons? Gibt es Kompromisse? Welche Rolle spielen dabei Netlabels, die GEMA, das Web 2.0?</p>
<p>Im vierten Teil der Diskussionsreihe “<a href="http://emergingmedia.tumblr.com" target="_blank">Emerging Media</a> – Gespräche über die Medienökonomie der Zukunft”, einem Projekt von HTWK-Studenten und -absolventen, soll es um neue Wege der Verbreitung von Musik gehen. Der Zusatz “Mehr erreichen” bezieht sich hierbei in erster Linie auf die Menschen, an welche die Musik über verschiedenste neue Kanäle und Lizenzen herangetragen wird &#8211; und vielleicht auch auf den damit einhergehenden Erfolg der Musiker, die ihre Musik frei veröffentlichen? Finanzieller und/oder persönlicher Erfolg? Vielleicht bewegt es sich in philosophische Regionen… letztlich liegt es an Euch. Wie immer seid ihr herzlich eingeladen mitzudiskutieren. Für die musikalische Untermalung des Abends ist gesorgt – natürlich mit GEMA-freier Musik. <img src='http://RockZOOM.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
<strong><br />
Wann?</strong> Do, 17.12.2009 ab 20 Uhr, anschließend Diskussion und freie Mucke<br />
<strong>Wo? </strong>Wärmehalle Süd, Eichendorffstr. 7, Leipzig<br />
<strong>Wer?</strong> <em>Katrin Kropf</em>, Virtuelle Bibliothek der Stadtbibliothek Chemnitz, RockZOOMerin und HTWK-Absolventin<br />
<strong>Wie viel? </strong>Eintritt ist frei</p>
<p>Links:<br />
>> <a href="http://emergingmedia.tumblr.com" target="_blank">Veranstaltungsreihe &#8220;Emerging Media&#8221;</a><br />
>>> <a href="http://www.myspace.com/whsleipzig" target="_blank">Wärmehalle Süd</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>AJZ in Chemnitz braucht Unterst&#252;tzung!</title>
		<link>http://rockzoom.de/2009/11/23/ajz-in-chemnitz-braucht-unterstuetzung/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 23:58:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[ajzbleibt]]></category>
		<category><![CDATA[chemnitz]]></category>
		<category><![CDATA[subkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[### Aktualisierung: Bilder von der Demo online. Klasse Aktion war das! 600-700 Leute trotzten dem Dauerregen, mit dabei: viele Kids, viele Eltern und eine LAUTSTARKE Jugend !! ### Chemnitz, des Ostens &#8220;Stadt der Moderne&#8221;, ist auf dem besten Wege, eine &#8220;Rentnerstadt&#8221; zu werden. Das zeigen demographische Entwicklungen der vergangenen Jahre und Einsparungen der städtisch finanzierten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>### Aktualisierung: <a href="http://www.flickr.com/photos/RockZOOM/sets/72157622745195943/" target="_blank">Bilder von der Demo online</a>. Klasse Aktion war das! 600-700 Leute trotzten dem Dauerregen, mit dabei: viele Kids, viele Eltern und eine LAUTSTARKE Jugend !! ###</p>
<p>Chemnitz, des Ostens &#8220;Stadt der Moderne&#8221;, ist auf dem besten Wege, eine &#8220;Rentnerstadt&#8221; zu werden. Das zeigen demographische Entwicklungen der vergangenen Jahre und Einsparungen der städtisch finanzierten Jugendarbeit in den kommenden Jahren. Besonders betroffen ist hierbei der Verein Alternatives Jugendzentrum e.V. (AJZ). <a href="/wp-content/uploads/2009/11/plakat_ajzbleibt_web.jpg"><img src="/wp-content/uploads/2009/11/plakat_ajzbleibt_web.jpg" alt="plakat_ajzbleibt_web" title="plakat_ajzbleibt_web" width="225" height="318" class="alignleft size-full wp-image-2653" /></a>Allein von den 500.000 €, die das Jugendamt im kommenden Jahr in Sachen Jugendarbeit einzusparen gedenkt, würden 170.000 € auf das AJZ entfallen &#8211; eine existenzbedrohende Summe:</p>
<blockquote><p>&#8220;Aktuell wird das Haus mit 2,5 Stellen aus der Jugendhilfe der Stadt getragen. Die Kürzung dieser ohne­hin schon äußerst knappen Stellen und Mittel um eine ganze Stelle ist fachlich und hinsichtlich der Betriebskosten finanziell nicht mehr kompensierbar. Doch die Pläne gehen noch weiter: Im Haushaltsjahr 2010, so das Jugendamt, sollen keine Gelder mehr für das vom AJZ e.V. betriebene Kinder- und Jugendhaus „Benario“ im Stadtgebiet Brühl zur Verfügung stehen, was die Schließung des an diesem sozialen Brennpunkt dringend benötigten Klubs bedeuten würde.&#8221;<br />
<a href="http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/11/15/fight-for-your-right-to-party/#more-11" target="_blank">Quelle: AJZ bleibt! Blog</a></p></blockquote>
<p>Dabei sind die Relationen zu den Kosten von Bauvorhaben der Stadt stellenweise absurd. Ein Beispiel:</p>
<blockquote><p>&#8220;Für den Umbau des Hauses am Getreidemarkt zu einer internationalen Jugendherberge (sic!) will die Stadt 3,3 Millionen Euro dazugeben.&#8221; <a href="http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/11/19/freie-presse-vom-171109/#more-14" target="_blank">Quelle: Freie Presse vom 17.11.</a></p></blockquote>
<p>Das Haupthaus des AJZ in der Chemnitztalstraße 54 ist beliebte Adresse für Independent-Kino und alternative Konzerte, Theater- und Streetart-Treffs, VoKü montags, Seminare und Referate im Rahmen der außerschulischen Jugendbildung, bietet Proberäume sowie eine Skateboard- und BMX-Schule oder einfach nur erschwingliche Preise und Raum zur subkulturellen Entfaltung.</p>
<p>Der Chemnitzer Jugend bleibt am Abend abseits des Mainstreams nicht viel. Das <a href="http://exka.org/" target="_blank">Experimentelle Karree (ExKa) </a>in der Reitbahnstraße 84 könnte man hier erwähnen, hin und wieder Konzerte im aaltra, Atomino, Subway to Peter oder Südbahnhof. Für eine Stadt mit knapp 250.000 Einwohnern, Tendenz deutlich sinkend, ist das an wenigen Fingern abzählbar.</p>
<p>Was kann man also tun, um junge Menschen nicht zu vertreiben und die &#8220;Rentnerstadt&#8221; somit Wirklichkeit werden zu lassen? Zunächst einmal <strong>findet am 24.11. um 16 Uhr am Bahnhofsvorplatz Hbf Chemnitz die Demo</strong> statt. Dann sei auf die <strong>Unterschriftenliste </strong>hingewiesen, auf der sich bereits über 800 Verzeichner verewigt haben. Die Liste wird dem Stadtrat übergeben werden.</p>
<p>>> <a href="http://ajzbleibt.blogsport.de/2009/11/08/unterzeichne-fuer-den-erhalt-des-ajz/" target="_blank">zur Unterschriftenliste</a><br />
>>> <a href="http://ajz.de/bilder_news/ajzbleibt2009.pdf" target="_blank">zur Demo!</a></p>
<p><object width="400" height="300"><param name="flashvars" value="offsite=true&#038;lang=en-us&#038;page_show_url=%2Fphotos%2FRockZOOM%2Fsets%2F72157622745195943%2Fshow%2Fwith%2F4131844888%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2FRockZOOM%2Fsets%2F72157622745195943%2Fwith%2F4131844888%2F&#038;set_id=72157622745195943&#038;jump_to=4131844888"></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowFullScreen="true" flashvars="offsite=true&#038;lang=en-us&#038;page_show_url=%2Fphotos%2FRockZOOM%2Fsets%2F72157622745195943%2Fshow%2Fwith%2F4131844888%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2FRockZOOM%2Fsets%2F72157622745195943%2Fwith%2F4131844888%2F&#038;set_id=72157622745195943&#038;jump_to=4131844888" width="400" height="300"></embed></object></p>
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		<title>Zwei Jahre Chaostheorie und -praxis</title>
		<link>http://rockzoom.de/2009/07/09/zwei-jahre-chaostheorie-und-praxis/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 17:52:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[pleasing sounds]]></category>
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		<category><![CDATA[sludge]]></category>

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		<description><![CDATA[Es kommt nicht selten vor, dass man selbst von einer sehr geschätzten Person mal den Geburtstag verschusselt und zu spät, wenn überhaupt noch, gratuliert. Wenn man aber den eigenen Ehrentag &#8220;vergisst&#8221;, rührt das entweder von schier endloser Demut, unbewusster Selbstironie oder einfach daher, weil man zu viel mit anderen Dingen beschäftigt ist&#8230; Ja, es ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt nicht selten vor, dass man selbst von einer sehr geschätzten Person mal den Geburtstag verschusselt und zu spät, wenn überhaupt noch, gratuliert. Wenn man aber den eigenen Ehrentag &#8220;vergisst&#8221;, rührt das entweder von schier endloser Demut, unbewusster Selbstironie oder einfach daher, weil man zu viel mit anderen Dingen beschäftigt ist&#8230;<span id="more-2326"></span></p>
<p>Ja, es ist wahr. Gerade in letzter Zeit haben wir unser Baby etwas vernachlässigt. Doch wir geloben Besserung. Und so ganz untätig waren wir ja nun auch nicht. So arbeiten wir bereits fleißig an einem Relaunch, welcher euch RockZOOM nicht nur in aufgefrischtem optischen Gewand, sondern auch insgesamt leistungsfähiger präsentieren wird. Doch keine Angst: An unserer grundlegenden Herangehensweise &#8211; niedergelegt in der Chaostheorie &#8211; wird sich dabei nichts ändern.<br />
Was wir sonst noch so getrieben haben? Einmal mehr hat unsere Grafikakrobatin Jana mit Unterstützung ihrer lieben Tippmamselln das Programmheft der Kultinstitution Dong Open Air auf die Beine gestellt. Allein deshalb lohnt es sich schon, am 17./18. Juli die Reise zum legendären Dongberg beim westfälischen Neukirchen-Vluyn anzutreten. Keine Karte für dieses Jahr bekommen? Wir werden in jedem Falle wieder ausführlich vom Festival berichten und den Daheimgebliebenen hoffentlich Geschmack auf das DOA 2010 machen können&#8230;</p>
<p>So viel zu unseren künftigen Vorhaben, doch nun soll endlich ein bisschen gefeiert werden! Und kein Geburtstag ohne Geschenke. Und zwar für alle; ganz besonders für euch! Zu danken ist hierfür einmal mehr dem überaus schönem Label Denovali Records, die mal wieder einfach so ganze brandneue Alben auf ihre Labelseite packen und dazu sehr hübsche Vinyls veröffentlichen.</p>
<p><strong>HEIRS: &#8220;Alchera&#8221;</strong> (2009)<br />
<img src="/wp-content/uploads/2009/07/heirs.jpg" alt="Heirs: Alchera (2009)" title="Heirs: Alchera (2009)" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2320" />Den Anfang machen die Australier <strong>HEIRS </strong>mit ihrem neuen Album &#8220;Alchera&#8221;. Wer Bands wie Isis, Neurosis oder Cult of Luna mag, sollte hier unbedingt mal ein bis zwei Ohren riskieren. Heirs beweisen hier vor allem ein ausgezeichnetes Gespür für stimmige Lautstärkenvariationen. Eigentlich genau das richtige für eine LP, wo Höhen und Tiefen unbeschnitten daherkommen. Genau so genießt man am besten die dissonant-schleppenden Wütereien des zerstörerischen Einstiegstracks &#8220;Plague Asphyx&#8221; und das sich anschließende, im direkten Vergleich dazu schon beinah ironisch-blümerant klingende Post Rock-Epos &#8220;Mockery&#8221;. Die schon fast zaghaft klingende melancholische Akustikgitarrenunterhaltung in &#8220;Cabal&#8221; lässt zunächst an eine Mischung aus Drudkh und Pink Floyd denken, bäumt sich aber auch rasch wieder auf. &#8220;Alchera&#8221; bleibt dabei stets spannend.</p>
<p>Andere trippig-verträumte Stücke wie &#8220;Mandril&#8221; erinnern positiv an die Holländer von Transmission0&#8230; Was ist eigentlich aus denen geworden? &#8220;The White Swell&#8221; kommt in ähnlicher Manier daher, bevor es anschwillt zu einem drückend heißen Wüstenmonster. Man stelle sich hier eine Mischung aus Neil Youngs &#8220;Dead Man&#8221;-Soundtrack, Ennio Morricone und den Südstaaten-Country-Doomern Earth vor und kommt schon recht nah heran. Doch was schreib ich eigentlich noch? Überzeugt euch selbst von dieser Instrumentalgewalt ohne ablenkenden Gesang und Text&#8230;</p>
<p>>> kostenloser Album-Download, CD-Bestellung und Vinyl-Preorder unter <a href="http://denovali.com/heirs/"  target="_blank">http://denovali.com/heirs</a></p>
<p>Heirs bestreiten im Spätsommer übrigens ihre ausgedehnte Tour durch unsere Breitengrade. Hier die Termine in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie sie aktuell geplant sind:</p>
<p>21.08.09 münster (d) &#8211; amp (+ kodiak)<br />
22.08.09 essen (d) &#8211; coffee corner (+ kodiak)<br />
23.08.09 giessen (d) &#8211; ak44 (+ kodiak)<br />
29.08.09 ger, nl, bel, lux (+ kodiak)<br />
30.08.09 siegen (d) &#8211; vortex (+ kodiak)<br />
02.09.09 nl/ northern germany (+ iroha)<br />
03.09.09 hamburg (d) &#8211; astra stube (+ iroha)<br />
04.09.09 berlin (d) – schokoladen (+ iroha)<br />
05.09.09 hammerstadt (d) – kommärzbanck (+ iroha)<br />
06.09.09 eastern germany (+ iroha)<br />
11.09.09 leipzig (d) – zoro (+ iroha)<br />
12.09.09 kassel (d) – hammerschmiede (+ iroha)<br />
13.09.09 köln (d) &#8211; mtc (+ iroha)<br />
29.09.09 mannheim &#8211; juz<br />
30.09.09 eastern austria<br />
10.10.09 suisse/ austria<br />
11.10.09 leverkusen (d) &#8211; KAW</p>
<p><strong>KOM: &#8220;Ink&#8221;</strong> (2009)</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2009/07/kom_ink.jpg" alt="KOM: &quot;Ink&quot; (2009)" title="KOM: &quot;Ink&quot; (2009)" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2325" />Ein weiteres Schätzchen aus dem Hause Denovali ist zweifelsohne die Band <strong>KOM</strong>, die sich für ihre aktuelle EP was ganz besonderes hat einfallen lassen: Ein mit goldenem Wachs versiegeltes, auf 160 Stück limitiertes 10&#8243;-Vinyl in rot-bräunlicher individueller Maserung. Eine wirklich wilkommene Abwechslung im uniform aufgereihten Plattenschrank&#8230; wobei die äußerst schicke EP eher was für die Vitrine ist.</p>
<p>Musikalisch bewegen sich KOM in der Spannweite von Post Rock (im weiteren Sinne) und den warm-psychedelischen Tönen von 60er Jahre Soundtracks. &#8220;Soundtracks&#8221; von CAN anyone? Insbesondere der dahingehauchte, schon beinahe gelangweilt dennoch sehr cool abgebrüht klingende Gesang bei KOM gelangt schon recht nahe an den stets improvisierten Träumersingsang des CAN-Sängers Damo Suzuki heran. Weltfremd atonal plänkeln Gitarren dazu. KOM haben&#8217;s auch irgendwie mit dem 3/4-Takt, und so lässt sich zum verträumten &#8220;007&#8243; ganz hervorragend durch die regenlaue, rotweingetränkte Sommernacht walzern. Das Stück ist übrigens nicht nach einem gewissen Geheimagenten benannt, sondern einfach nur Track 2 der von &#8220;006&#8243; bis &#8220;012&#8243; durchnummerierten Songs, die stellenweise nicht mal die Zwei-Minuten-Marke überschreiten und eher als Stimmungskonstrukte bezeichnet werden können. Langweilig wird &#8220;Ink&#8221; nie und selbst nach vielem Hören lassen sich bei den gerade mal 20 Minuten dieses optischen Juwels noch viele neue Details entdecken, die den Kauf dieser 10&#8243; auch akustisch lohnenswert machen.</p>
<p>Manch einer fragt sich vielleicht, warum es auf &#8220;Ink&#8221; mit &#8220;006&#8243; los geht. Und in der Tat gibt es auch die &#8220;001&#8243; bis &#8220;005&#8243;, zu hören auf der Debüt-EP &#8220;Plazaobelisk&#8221; von 2004. Es ist wirklich zu hoffen, dass es bei den vier Jungs aus NRW bis zur nächsten EP oder gar dem Debütalbum nicht wieder fünf Jahre dauern wird.</p>
<p>>> kostenloser Mp3-Download und Vinyl-Bestellung unter <a href="http://denovali.com/kom/" target="_blank">http://denovali.com/kom</a></p>
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		<title>Petition gegen die GEMA unterzeichnen!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 19:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Kropf</dc:creator>
				<category><![CDATA[thoughts]]></category>
		<category><![CDATA[gema]]></category>
		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[musikindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute mal ein doch sehr ungewöhnlicher RockZOOM-Beitrag, eigentlich gar kein Artikel, vielmehr ein Aufruf zur Unterschreibung der Petition, die den unverschämten Machenschaften der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) den Riegel vorschieben soll. In den vergangenen Monaten war schon von massiven Erhöhungen der Konzertgebühren die Rede, die die GEMA bis 2014 durchboxen möchte; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute mal ein doch sehr ungewöhnlicher RockZOOM-Beitrag, eigentlich gar kein Artikel, vielmehr ein Aufruf zur Unterschreibung der Petition, die den unverschämten Machenschaften der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) den Riegel vorschieben soll<span id="more-2257"></span>.</p>
<p>In den vergangenen Monaten war schon von massiven Erhöhungen der Konzertgebühren die Rede, die die GEMA bis 2014 durchboxen möchte; Leidende sind insbesondere Kleinveranstalter. Auch Otto-Normal-Künstler sieht von dem Gelde, das &#8220;zu seinem eigenen Schutze&#8221; von der GEMA eingetrieben wird, in der Regel nur einen lächerlichen Betrag. Liebe Labels, liebe Künstler und Fans der unter- und tiefgründigen Musik &#8211; bitte boykottiert diese unsinnigen GEMA-Regelungen, sie schaden der Kunst!</p>
<p><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517" target="_blank">Bis zum 17.07.2009 kann die Petition noch unterschrieben werden</a>. Die E-Petition gegen die Sperrung kinderpornografischer Webseiten hat&#8217;s vorgemacht: Binnen kürzester Zeit waren die nötigen 50.000 Stimmen erreicht, die es der Petentin erlaubten, ihre Position in einer öffentlichen Beratung des Petitionsausschusses vorzutragen (der vorläufige Ausgang dieses Einwandes von über 100.000 Mitzeichnern(!), nämlich das Durchwinken dieses unüberlegten Gesetzes, ist ein anderes trauriges Kapitel&#8230;). Doch müssen wir es erneut und immer wieder versuchen.</p>
<p>Hier nochmal die Positionen der aktuell laufenden GEMA-Petition:</p>
<blockquote><p>Das Ziel dieser Petition ist nicht die Abschaffung der GEMA, denn geistiges Gut ist schützenswert und die Künstler, sprich die GEMA-Mitglieder und Mitglieder anderer Verwertungsgesellschaften sollen zu ihrem Recht kommen.<br />
Leider werden die GEMA-GESETZE weder der Musik im Allgemeinen und schon gar nicht der großen Mehrheit ihrer eigenen Mitglieder gerecht.</p>
<p>Zur Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittgeldes und GEMA-Pflicht für die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück. Die durchwegs zu hohen Gebühren zwingen Kleinveranstalter die Anzahl der Konzerte zu reduzieren. Viele veranstalten gar keine Konzerte mehr.</p>
<p>Dem gegenüber werden die Künstler-Tantiemen nach dem so genannten, hochkomplizierten Pro-Verfahren berechnet und der Hauptanteil der GEMA-Einnahmen landen in einem so genannten „großen Topf“.<br />
Auch viele Künstler sind deshalb in ihrer Existenz bedroht: zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und zu geringe Tantiemen.</p>
<p>Auf Grund der so genannten „GEMA-Vermutung“ verpflichtet die GEMA die Veranstalter auch urheberrechtlich ungeschütztes Material zu melden, was mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Wenn ein Konzert nicht gemeldet wird, erhebt die GEMA eine so genannte Recherche-Gebühr von 100 % der festgelegten GEMA-Gebühren ohne vorherige Mahnung und ohne Kenntnis, ob GEMA-pflichtige Werke aufgeführt und ob dieses Konzert überhaupt stattgefunden hat. </p></blockquote>
<p>>> <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517" target="_blank">Jetzt E-Petition unterzeichnen</a>!</p>
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