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Cage The Elephant @ Lido, Berlin | 20.02.2014

21. Februar 2014

Cage The Elephant @ Lido, Berlin - 20.02.2014Cage The Elephant sind in Amerika Superstars. Auch im Vereinigten Königreich weiß man die Jungs aus Kentucky ziemlich zu schätzen, vielleicht weil sie selbst zeitweise in London lebten bevor sich der kommerzielle Erfolg einstellte. Bis auf Platz 2 der Billboard-Charts kletterten sie mit ihrem zweiten Album „Thank You, Happy Birthday“ – mit einem musikalischen Stil, der sich am besten als Psychedelic Pop Rock umschreiben lässt. Ihr neues Werk „Melophobia“ erschien in den USA bereits im Oktober, doch dürfen die Fans hierzulande endlich zugreifen. Berlin bildete gestern den Tourabschluss ihrer europäischen Konzertreise.

Und wie sich Bands momentan um unsere Hauptstadt reißen – dabei hat sich noch nicht einmal der Frühling aus der Schale gepellt. Matt Shultz hatte unübersehbar ein Funkeln in den Augen als er verkündete: „Wo könnte eine Tour besser enden als in Berlin!“ Allerdings baute er auch gehörigen Druck auf, denn er forderte, dass heute jemand sterben und gleichzeitig wiedergeboren werden müsse. Und überhaupt waren sämtliche Augen auf ihn gerichtet, weil er sich ununterbrochen in sämtliche Richtungen verbog und alle zwanzig Minuten die Hände seiner Fans suchte, zum Sprung ansetzte und genüsslich das Bad in der Menge genoss.

Cage The Elephant @ Lido, Berlin - 20.02.2014Der Pop-Appeal ihrer Platten scheint live förmlich verflogen, die größtenteils recht jungen Fans sprangen, angestachelt vom explosiven Band-Sound, ungebändigt, vor allem aber leidenschaftlich um die Wette. Bei Cage The Elephant wird auch ordentlich ins Mikro geschrien. Wirklich, Pop sieht anders aus. Positiv hervorzuheben ist die Vielseitigkeit ihrer Songs, Langeweile wollte sich beim besten Willen nicht ankündigen. Ein bisschen länger spielen hätten sie allerdings schon können, bei drei Alben in der Hinterhand. Aber wer wollte sich schon beschweren nach einem Finale, das die Fans quasi perplex und absolut glücksüberströmt zurückließ. Frontmann Matt setzte seine zu Beginn angekündigten Pläne ungeahnt in die Tat um: So crowdsurfte er bis zur Mitte, legte einen Handstand auf den Händen des Publikums hin, drehte sich zurück und berührte mit den Fingerspitzen die Disco-Kugel (auf das Draufklettern und Herabblicken auf die glücklichen Gesichter verzichtete er), er surfte weiter bis zur einen Querseite um dann einen Überschlag Richtung andere Seite zu machen, wo er einen Fan mit einem Kuss beglückte (oder so ähnlich). Anschließend robbte er sich an den Bühnenrand zurück, um sich ein letztes Mal aufzubäumen und sich zu guter Letzt seiner Schwerkraft hinzugeben.

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Cage The Elephant im Internet
Homepage: www.cagetheelephant.com
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