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Blaudzun – Promises Of No Man´s Land (Review)

7. März 2014
Blaudzun - Promises Of No Man´s Land

Blaudzun – Promises Of No Man´s Land

Wer sich nach einem dänischen Radrennfahrer der Sechziger benennt, hat allein durch diese ausgefallene Wahl schon einmal ein Aufhorchen auf seiner Seite. Blaudzun alias Johannes Sigmond mag in unseren Breitengraden bisher eher einen Insiderstatus genossen haben. Damit ist es jetzt vorbei. Sein viertes Album „Promises Of No Man´s Land“ wird im etwas größeren Stil veröffentlicht. Zum Glück, sollte man sagen. Der vielseitige Niederländer mit der unverwechselbaren Stimme, die Raum und Zeit zum Bersten bringt, zählt in unserem mindestens genauso unverwechselbar schönen Nachbarland bereits zu den gefeiertern Popstars. Nun ist der Rest der Welt dran, den es zu erobern gilt. Und das wird Blaudzun mit Leichtigkeit schaffen. Zusammen mit seiner mehrköpfigen Band wurde ein Album produziert, das von Emotionen und großartigen Melodien geradezu überflutet ist.

Blaudzun

Blaudzun

Was liegt dieser Euphorie um „Promises Of No Man´s Land“ nun eigentlich zugrunde? Bereits nach dem ersten Durchlauf ist man geneigt in allen nur erdenklichen Superlativen zu schwelgen. Johannes Sigmond verknüpft auf seiner Singer-/Songwriter – Basis derart viele musikalische Pfade, dass dieser zu einer gewaltigen, in allen Klangfarben schillernden weiten Promenade wächst. Klingt dramatisch, ist es auch. Blaudzuns Album beginnt passend mit „Euphoria“, das die Route der anstehenden Reise vorgibt. Ein perfekter Einstieg – und eine gleichermaßen behutsam schöne Überleitung zum nächsten Titel „Promises Of No Man´s Land“, einer überwältigenden Indie-Folk Hymne. Blaudzun versteht es traurig-charmant durch sein eigenes Niemandsland zu führen. Das Wechselspiel zwischen Kopfstimme und sanftem Murmeln fängt eine Stimmung auf, die sich nur schwer beschreiben lässt, sofern man sie nicht selbst gehört und gefühlt hat. „Too Many Hopes For July“ und „Hollow People“ reihen sich nahtlos in dieses Theaterstück der vertonten Innigkeit ein. „Halcyon“ erinnert recht stark an „No Cars Go“ von Arcade Fire. Überhaupt kann man trotz der Welten, die zwischen beiden Acts liegen, einige Parallelen ziehen. Insbesondere wenn es um Innovation, Enthusiasmus und Musik geht, die aus jeder Pore Liebe verströmt. So kitschig das klingt. „Promises Of No Man´s Land“ ist schon jetzt ein Meilenstein. Und wer das nicht erkennt, der hat Blaudzuns Botschaft nicht verstanden.

Blaudzun im Internet:
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Tourdaten:
21.03.2014 – Köln, Stadtgarten
22.03.2014 – Düdingen, Bad Bonn
23.03.2014 – Zürich, Papiersaal
24.03.2014 – München, Kranhalle
25.03.2014 – Wien, Chelsea
26.03.2014 – Berlin, Privat Club
27.03.2014 – Hamburg, Prinzenbar
11.04.2014 – Osnabrück, Popsalon

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