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Berlin Independent Night | 26.09.2015

5. Oktober 2015

26. September 2015 in Berlin auf der Berlin Independent Night - fotografiert von Jana Legler für RockZOOM.deDie Berlin Independent Night und das Reeperbahnfestival in Hamburg fielen dieses Mal auf ein Wochenende. Wir haben uns für ersteres entschieden und sollten diese Wahl nicht bereuen.

Das B.I.N. – wie es in der Kurzfassung so schön heißt – ging dieses Jahr in die sechste Runde und wie immer gab es in den besten Clubs in Friedrichshain und Kreuzberg ziemlich bekannte Indie-Bands und medium bekannte auf die Ohren. Sprich: Es gab so allerhand zu entdecken und das ist das Schönste an diesem Festival. Man kann sich zu Fuß von Club zu Club hangeln und bis über beide Ohren in mindestens eine Band oder einen Künstler verlieben ohne dass man vorher damit gerechnet hätte.

Wir haben uns fünf Bands in drei Clubs angesehen, was sicherlich der ein oder andere übertroffen haben wird, aber wir könnten uns am Ende irgendwie nicht so recht von Dan Mangan lösen, der einem mal wieder mit seinem Pausbacken-Charme beeindruckte und seinen unglaublich guten Songs. Eigentlich war ihm gar nicht so zu lachen zumute, denn einen Tag vorher wurde eine Gitarre aus dem Band-Bus gestohlen.

>> Zu allen Bildern der Berlin Independent Night 2015 (fünf Bands in drei Locations)

Oder klickt auf den Play-Button, um die Dia-Show zu starten.

Unser Abend begann mit dem Österreich-Gespann Olympique und Wanda, also schon einmal feucht-fröhlich. Wanda lösten wie nicht anders zu erwarten ein kleines Erdbeben aus, das die Leute im Astra förmlich durchschüttelte. Blanke Brust, ganz viel Charme, Schweiß im Überfluss, liebreizende Songs und eine Meute, die nicht stillstehen konnte. Jedenfalls während der ersten vier Songs, denn wir wollten unbedingt Lady Lamb im Bi Nuu erwischen, die uns mit ihrem letzten Album „After“ ganz schön beeindruckt hat. Sie agierte live eher zurückhaltend, was natürlich die Qualität ihrer Songs nicht schmälerte, denn da servierte sie einem einen Knaller nach dem nächsten. Im Lido legten alsbald Vita Bergen los – das poppige Schweden-Duo, das allerhand Gastmusiker mitgebracht hatte. Sie waren immer dann am besten, wenn sie nicht nach Arcade Fire klangen, und meistens klangen sie doch wie sie selbst. Recht fesch! Und Dan Mangan tat im Anschluss alles Mögliche, damit wir bloß nicht noch zu Young Rebel Set ins Bi Nuu abziehen. Großen Aufwand brauchte er dafür nicht betreiben. Zuguterletzt belohnte er die Leute, die ihm bis zum Ende treu geblieben waren noch mit einem Discokugel-Sternenhimmel-Akustik-Set in der Mitte des Lido. Awww! Wem nach Ausklingen des letzten Tones noch nach tanzen war, der konnte sich nun bis zur Extase austoben, denn schließlich versorgten einen die angesagtesten DJs der Stadt mit feinster Indie-Musik.

Festival-Homepage
www.facebook.com/berlinindependentnight

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