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Beirut @ Columbiahalle, Berlin | 19.09.2012

20. September 2012

Dieser Overkill an Indie Rock-Bands macht einen gelegentlich echt benommen, so dass man sich darüber freut, dass sich hier und da auch Bands tummeln, die ein wenig aus dem herkömmlichen Schema ausbrechen. Beirut gehen hier als Paradebeispiel voran. Der orchestrale Balkan- aber auch Pop-Sound lässt ihre Musik anders wirken. Speziell und ausgesprochen spannend! 2006 machten sie erstmals von sich reden mit ihrem Debüt „Gulag Orkestar“. 2011 gab es mit „The Rip Tide“ das letzte musikalische Lebenszeichen. Und endlich stand mal wieder eine Deutschlandtour auf dem Plan!

Wenn man von Beirut spricht, dann steht ganz vorn zunächst einmal das amerikanische Multitalent Zach Condon, der bereits in frühen Jahren, genaugenommen mit 16 erstmals in Berührung mit osteuropäischer Musik kam, als er eigenhändig durch Europa reiste. Das muss für ihn Inspirationsquelle schlechthin gewesen sein. Auch heute noch werden bei Beirut Instrumente wie Posaunen, Trompeten, Akkordeon oder die monströse Tuba gestemmt. Mainstream ist das nicht gerade, aber genau das scheint so viele Leute zu faszinieren. Die unverkennbare Stimme des Frontmannes lässt auch den letzten Kritiker verstimmen.

Die Columbiahalle in Berlin war ausverkauft am gestrigen Abend als die sechsköpfige Band zum Rundausschlag ausholte. Zach Condon gehört zu den Künstlern, die ein Konzert bedächtig angehen. Adrett gekleidet bedankte er sich in regelmäßigen Abschnitten mal mit „Thank you“ oder „Gracias“ bei den über 3000 Fans und verkündete, dass die Band bereits so lange auf Tour ist, dass er nur noch über ein allerletztes Plektrum verfügt, ein guter Grund für ein kollektives „Awwww!“. Das Publikum musste nicht großartig aufgefordert werden, auf Dinge, die sich auf der Bühne abspielten, zu reagieren. Wenn sie das Gefühl hatten, mitsingen zu wollen – beispielsweise bei dem Übersong „Nantes“ – trällerten sie einfach lautstark mit, wenn sie lieber tanzen wollten, taten sie dies. Am Ende eines jeden Songes machte sich auf alle Fälle immer frenetischer Jubel breit!

>> Zu allen Bildern von Beirut in der Columbiahalle

Beirut im Internet.
Homepage: http://www.beirutband.com
Facebook: www.facebook.com/beirutmusic

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