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Bang Gang – The Wolves Are Whispering (Review)

1. Juli 2015
Bang Gang - The Wolves Are Whispering

Bang Gang – The Wolves Are Whispering

Immer wenn man glaubt, dass der beeindruckende Strom von großartigen isländischen Künstlern irgendwann seinen Zenith überschreiten wird, kommt Jemand wie Barði Jóhannsson mit einem neuen Bang Gang – Album um die Ecke. Und dieser Gedanke löst sich jäh in Luft auf. „The Wolves Are Whispering“ brauchte sieben Jahre, um zu seiner ganzen Größe heranzuwachsen. Wie bereits in der Vergangenheit lässt sich Jóhannsson von Sängern, Gastmusikern und Songwritern unterstützen. Dass diese ein ähnlich umfangreiches künstlerisches Spektrum aufweisen, liegt auf der Hand. So waren unter anderem Keren Ann, Helen Marnie (Ladytron), Bloodgroup und Jofridur Akadottir (Samaris, Pascal Pinon) an der Entstehung der neuen Platte beteiligt; den finalen Schliff erhielt sie in den Abbey Road Studios.

Alles was Barði Jóhannsson anfässt, ist bis ins Detail durchdacht. Dass auf „The Wolves Are Whispering“ die Verbindung unterschiedlichster Stile wunderbar in einander übergehen, ist daher auch nicht verwunderlich. „The Sin Is Near“ beginnt beispielsweise mit Wave-Klängen, düster und melancholisch. Dennoch ist der Popgedanke deutlich spürbar. Ganz gleich, ob Bang Gang sich in minimalistischen Folkklängen, Dreampop oder verworren schönen Indiegefilden tummeln: die melodische Basis schafft ein angenehm leichtes Hörerlebnis. Schwere Gedankenfäden wandeln fast schon transparent durch die emotionalen Höhen und Tiefen. Jóhannsson vertont das Leben und gibt ihm ein Gesicht, das in allen Klangfarben leuchtet. „The Wolves Are Whispering“ ist gemacht für jene, die den epischen Kompositionen der Achziger Jahre (viel Gefühl aber nie zuviel Pathos) nachhängen und in der Gegenwart zuhause sind. Tiefgang und ausladende Melodien schließen sich nicht aus. Bang Gang sind der Beweis.

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