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	<title>Rockzoom &#187; Jana Volkmann</title>
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		<title>Laura Gibson @ Grüner Salon, Berlin &#124; 19.04.2012</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 20:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Volksbühne erwartet an diesem Donnerstag Heerscharen von Fans. Nicht die von Laura Gibson, denn die Singer-Songwriterin aus Portland, Oregon, spielt im Grünen Salon &#8211; der gehört zwar zu dem renommierten Berliner Theater, ist aber doch ein wenig kleiner als die ganz große Bühne. Die soll am selben Abend Sarah Kuttners Vater mit einer Video-Show [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_2901wordpress.jpg" alt="" title="Mighty Oaks @ Grüner Salon Berlin" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-7478" />Die Volksbühne erwartet an diesem Donnerstag Heerscharen von Fans. Nicht die von Laura Gibson, denn die Singer-Songwriterin aus Portland, Oregon, spielt im Grünen Salon &#8211; der gehört zwar zu dem renommierten Berliner Theater, ist aber doch ein wenig kleiner als die ganz große Bühne. Die soll am selben Abend Sarah Kuttners Vater mit einer Video-Show rocken. Ein netter Mann am Eingang möchte eine Umfrage unter den Kuttners Gästen machen, aber die lassen auf sich warten. Laura Gibsons Fans dagegen sind Legion und versammeln sich zeitig vor dem Grünen Salon. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellt, denn Laura Gibson hat mit den Mighty Oaks eine grandiose Vorband eingeladen. Die drei Mitglieder aus drei verschiedenen Nationen begeistern das Publikum mit Indie-Folk, tauschen die Instrumente, singen im Chor und geben sich so sympathisch, dass man am Ende beinahe selbst glaubt, im Grunde nur wegen der Vorband dazusein. Ein toller Auftakt.</p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2012/04/laura.jpg" alt="" title="Laura Gibson @ Grüner Salon Berlin" width="200" height="300" class="alignleft size-full wp-image-7477" />In der Umbaupause dürfte auch dem letzten Unkundigen klargeworden sein, dass Laura Gibson die Bühne nicht als Solokünstlerin entern würde &#8211; sondern gemeinsam mit ihrer Band und vielen illustren und weniger illustren Instrumenten. So spielte sie Songs von ihrem neuen Album &#8220;La Grande&#8221; und eine gesunde Mischung quer durchs Gesamtwerk. Gecovert wurde auch &#8211; &#8220;Where did you sleep last night&#8221; dürfte den meisten wohl in der Version von Nirvana, Dylan oder den Grateful Dead bekannt sein, aber laut Wiki handelt es sich dabei um eine appalachische Volksweise unbekannten Ursprungs. Ein großartiger Song jedenfalls, und ohne Zweifel hat Laura Gibson auch hier eine eigene, charismatische Handschrift beim Songwriting bewiesen. </p>
<p>Das Publikum haben Laura Gibson und Band aufs Charmanteste um den Finger gewickelt. So wurden die Fans beim letzten Song zum Mitsingen animiert. Gibson dirigierte das chorische Gemurmel von der Bühne aus und das Publikum brummte sich in eine kollektive Glückserfahrung, die nicht bei jedem Konzert entsteht &#8211; sondern nur, wenn der Künstler oder die Künstlerin es versteht, mit den Menschen vor der Bühne in Kontakt zu kommen. Selten dürfte je eine so lange Schlange nach dem Konzert am Merch-Stand gesehen worden sein; Laura Gibson gab geduldig Autogramme, verkaufte CDs, lernte Deutsch von ihren Fans. Darum jedenfalls hatte sie ausdrücklich gebeten: Dass man doch nach dem Gig zu ihr kommen und seine liebsten Worte und Phrasen verraten solle. Denn sie kommt wieder. Im September steht ein weiterer Berlinbesuch an, und es sei der Singer-Songwriterin von Herzen gegönnt, dass das Pubikum ihr weiterhin geneigt bleibt. </p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629512481236/lauragibson.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-LauraGibson/laura1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629512481236/lauragibson.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-LauraGibson/laura2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629512481236/lauragibson.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-LauraGibson/laura3.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629512481236/lauragibson.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-LauraGibson/laura4.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629512481236/lauragibson.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-LauraGibson/laura5.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157629512481236/lauragibson.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20120419-LauraGibson/laura6.jpg' class='float_left' /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629512481236/lauragibson.html"><strong>Zu allen Bildern von Laura Gibson im Grünen Salon</strong></a></p>
<p><strong>Laura Gibson im Internet:</strong><br />
Offizielle Homepage: <a href="http://www.lauragibsonmusic.com">lauragibsonmusic.com</a><br />
Facebook: <a href="http://www.facebook.com/lauragibsonmusic">facebook.com/lauragibsonmusic</a></p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/kfJ1SfoafgA?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Wild Flag @ Lido, Berlin &#124; 08.02.2012</title>
		<link>http://rockzoom.de/2012/02/13/wild-flag-lido-berlin-08-02-2012/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 19:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Glück hatten sich Imago – die Vorband für Wild Flag – ein paar ihrer Fans mitgebracht. Denn sie waren denkbar schlecht ausgewählt. Bestehend aus zwei Jungs an Gitarre und Bass sowie einer Schlagzeugerin, spielten sie eine Art sololastigen Progmetal, der in seiner maskulinen Gestik (Gniedeln, Haareschütteln, etc.) so gar nicht zu einer lautstarken Frauenband [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-6563" title="Wild Flag @ Lido" src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2012/02/IMG_6725klein-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" />Zum Glück hatten sich Imago – die Vorband für Wild Flag – ein paar ihrer Fans mitgebracht. Denn sie waren denkbar schlecht ausgewählt. Bestehend aus zwei Jungs an Gitarre und Bass sowie einer Schlagzeugerin, spielten sie eine Art sololastigen Progmetal, der in seiner maskulinen Gestik (Gniedeln, Haareschütteln, etc.) so gar nicht zu einer lautstarken Frauenband wie Wild Flag passen wollte. Gänzlich ironiefrei präsentierten sie ihre relativ abwechslungslosen Songs und wurden deutlich einen Kopf kleiner, als es in der Mitte ihres Sets vom anderen Ende des Saales schallte: &#8220;Get off the stage.&#8221; Das verdient kaum einer, auch wenn es das war, was viele dachten.</p>
<p>Kaum überraschend also, dass sich das Lido erst kurz vor dem Auftritt von Wild Flag schlagartig füllte. Wild Flag, das sind Carrie Brownstein und Mary Timony an Gitarre und Gesang, Rebecca Cole am Keyboard und die fantastische Janet Weiss am Schlagzeug. Mehr zu ihrem Album findet ihr <a title="Zwölf Monate, zehn Alben, eine Top Ten für 2011" href="http://RockZOOM.de/2012/01/03/zwolf-monate-zehn-alben-eine-top-10-fur-2011/">hier</a>.</p>
<p>Als Wild Flag die Bühne betraten, wurde aufgejubelt: hier war eine Band, die zum ersten Mal in Berlin spielte und auf die lange gewartet wurde. Das Schlagzeug stampfte ein paar Mal probeweise und Wild Flag legten los mit &#8220;Electric Band&#8221; und &#8220;Future Crimes&#8221;. Zwischen den einzelnen Liedern wurde nicht viel geredet – das Augenmerk lag ganz eindeutig auf der Musik. Und Carrie Brownstein muss man einfach live gesehen haben. Sie ist es, die diese Band trägt, die sie einzigartig macht. Man möchte sagen: Carrie Brownstein ist ein verdammter Rockstar und sie ist auf der Bühne einfach voll in ihrem Element.</p>
<p>Mit nur einem Album im Gepäck ist die Auswahl an Liedern meist ein bisschen eingeschränkt. Doch das ließen sich Wild Flag nicht anmerken. Es gab &#8220;Boom&#8221; und &#8220;Romance&#8221; und eine bestimmt zehnminütige Version von &#8220;Racehorse&#8221;. Es gab Coversongs, B-Seiten – und zwei Zugaben gab es obendrein. Was Wild Flag auszumachen schien, war ihre ungebändigte Energie, die treibende Rhythmik und die Freude an Gesangsharmonien. Dieser Abend im Lido war die letzte Show ihrer Europa-Tour – und ein absolut würdiger Ausklang.</p>
<p><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629272945549/wildflag.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120208-wildflag/wild1.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629272945549/wildflag.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120208-wildflag/wild2.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629272945549/wildflag.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120208-wildflag/wild3.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629272945549/wildflag.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120208-wildflag/wild4.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629272945549/wildflag.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120208-wildflag/wild5.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629272945549/wildflag.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120208-wildflag/wild6.jpg" alt="" /></a></p>
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<p>&gt;&gt; <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629272945549/wildflag.html"><strong>Zu allen Bildern von Wild Flag im Lido</strong></a></p>
<p><strong>Wild Flag im Internet.</strong><br />
Offizielle Homepage: <a title="wildflagmusic.com" href="http://wildflagmusic.com/">http://wildflagmusic.com/</a><br />
Facebook:<a title="facebook.com/WILDFLAG" href="http://www.facebook.com/WILDFLAG"> http://www.facebook.com/WILDFLAG</a></p>
<p><strong>Videos.</strong></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Y6XP1qqfeEw" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Mirel Wagner @ Privatclub, Berlin &#124; 18.01.2012</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 20:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Privatclub in Kreuzberg trägt seinen Namen zu Recht: In anheimelnder Atmosphäre finden hier regelmäßig spannende Konzerte statt. Intim und wohnzimmerhaft, eben ein wenig privat, sind die Räumlichkeiten – und damit bestens geeignet für einen Gig von Mirel Wagner. Denn die Finnin mit äthiopischen Wurzeln macht keine Musik, die nach einer extrovertierten oder aufgeregteren Stimmung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2012/01/mirelwagner.jpg" alt="" title="Mirel Wagner @ Privatclub" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-6424" />Der Privatclub in Kreuzberg trägt seinen Namen zu Recht: In anheimelnder Atmosphäre finden hier regelmäßig spannende Konzerte statt. Intim und wohnzimmerhaft, eben ein wenig privat, sind die Räumlichkeiten – und damit bestens geeignet für einen Gig von Mirel Wagner. Denn die Finnin mit äthiopischen Wurzeln macht keine Musik, die nach einer extrovertierten oder aufgeregteren Stimmung verlangen würden. Stattdessen sind die Songs angenehm unaufdringlich, häufig finster, tief in sich versunken. </p>
<p>Wer also ein lautes Konzert mit effektgeladener Show erwartet hatte, konnte von Mirel Wagner nur enttäuscht werden – wer jedoch die Songs kennt und um die Verletzbarkeit, die Zerbrechlichkeit weiß, die sie transportieren, dürfte kaum in Versuchung gekommen sein, etwas anderes als einen Gig in Wohnzimmeratmosphäre zu erwarten. Mirel Wagner zeigte sich genau so, wie man sie sich vorstellt, hört man ihr zu: beinah verschüchtert kam sie auf die Bühne, machte keine Ansagen, die über den nächsten Songtitel hinausgingen, keine großen Gesten. Stattdessen präsentierte sie sich ähnlich unbeirrt und in sich ruhend wie ihre Songs, ohne Ornamente, ohne Dekoration. Einfaches Entertainment sieht anders aus. Zumal Mirel Wagner sichtlich scheu wirkte. Für das Publikum war das eine Herausforderung. Was fängt man mit einer Musikerin an, die live genauso (genauso gut!) klingt wie auf Studioaufnahmen – und die sich von der röhrenden Klimaanlage über der Bühne zwar sichtlich irritieren, aber nicht zu einem Kommentar hinreißen lässt? </p>
<p>Ein ambivalenter Abend. Mit toller Musik, einer spannenden Künstlerin, und doch so wenig, an das man sich erinnern kann. Es ist auch schön, sich bei einem Konzert nicht ablenken zu lassen, einfach nur der Musik zu lauschen. Aber dafür reicht es vielleicht auch, ein paar Kilometer mit dem Rad zu fahren – „No Hands“! – raus aus der Stadt, um sich an irgendeinem Ufer ins Gras zu legen und Mirel Wagner über die Kopfhörer zu zuzuhören. Denn das Hören, das lohnt sich in jedem Fall.<a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629002862455/mirel-wagner.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120118-mirel/mirel1.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629002862455/mirel-wagner.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120118-mirel/mirel2.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629002862455/mirel-wagner.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120118-mirel/mirel3.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/772157629002862455/mirel-wagner.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120118-mirel/mirel4.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629002862455/mirel-wagner.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120118-mirel/mirel5.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629002862455/mirel-wagner.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120118-mirel/mirel6.jpg" alt="" /></a></p>
<div class='falbum-clear-left'></div>
<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157629002862455/mirel-wagner.html"><strong>Zu allen Bildern von Mirel Wagner im Privatclub</strong></a></p>
<p><strong>Mirel Wagner im Internet.</strong><br />
Facebook: <a href="http://www.facebook.com/MirelWagnerMusic">www.facebook.com/MirelWagnerMusic</a></p>
<p><strong>Audio.</strong><br />
<object height="225" width="100%"><param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F914955&amp;show_comments=true&amp;auto_play=false&amp;show_playcount=true&amp;show_artwork=true&amp;color=ff7700"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param> <embed allowscriptaccess="always" height="225" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F914955&amp;show_comments=true&amp;auto_play=false&amp;show_playcount=true&amp;show_artwork=true&amp;color=ff7700" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object>   <span><a href="http://soundcloud.com/bone-voyage/sets/mirel-wagner-1">Mirel Wagner</a> by <a href="http://soundcloud.com/bone-voyage">Bone Voyage</a></span></p>
<p><strong>Video.</strong><br />
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		<title>Nina Hagen @ BKA-Theater, Berlin, 08.01.2012</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 22:01:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nina Hagen]]></category>
		<category><![CDATA[punk]]></category>

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		<description><![CDATA[Sweet Jesus: Das BKA im Kreuzberger Szenekiez ist bis auf den letzten Platz ausverkauft, als sich Nina Hagen die Ehre gibt. Das Publikum ist erwartungsgemäß heterogen, Altersschnitt und Mitklatschbereitschaft eher hoch, Alkoholpegel und Adrenalin tendenziell niedrig. Dass Nina Hagen, sagen wir, für spirituelle Einflüsse empfänglich ist, weiß man. An diesem Abend gibt gleich das erste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_5454-1klein-300x200.jpg" alt="" title="Nina Hagen @ BKA-Theater, Berlin, 08.01.2012" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-6344" />Sweet Jesus: Das BKA im Kreuzberger Szenekiez ist bis auf den letzten Platz ausverkauft, als sich Nina Hagen die Ehre gibt. Das Publikum ist erwartungsgemäß heterogen, Altersschnitt und Mitklatschbereitschaft eher hoch, Alkoholpegel und Adrenalin tendenziell niedrig.</p>
<p>Dass Nina Hagen, sagen wir, für spirituelle Einflüsse empfänglich ist, weiß man. An diesem Abend gibt gleich das erste Lied vor, in welche Richtung das hagensche Esoterik-o-Meter momentan ausschlägt: Es geht um Jesus. Und im nächsten Song auch. Im nächsten dito. Vom Gospelklassiker bis zum christlichen Elvis-Song ist im Grunde alles vertreten, was das Genre hergibt. Das Publikum mag darüber erstaunt sein, wirklich vom Stuhl haut die Darbietung jedoch niemanden. Auch die Coverversion eines Wolf-Biermann-Lieds kann die Gemeindehausstimmung nicht wieder auf die Erde befördern, jedenfalls nicht auf lange Sicht.</p>
<p>Das ist umso trauriger, als man Nina Hagen durchaus auch als politische Kämpfernatur erlebt, die eine Meinung hat, und eine Stimme, die gehört werden will. So spricht sie sich mit einem Nachdruck, der wohl nur mit ihrem Stimmvolumen <img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2012/01/IMG_5552klein-200x300.jpg" alt="" title="Nina Hagen @ BKA-Theater, Berlin, 08.01.2012" width="200" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-6342" />zu erreichen ist, für Volksentscheide aus. „Sonst haben wir alle umsonst Demokratie gespielt“, skandiert sie zwischen zwei Songs. Den einen oder anderen boshaften Seitenhieb auf Lieblingsfeindin Angela Merkel kann sie sich ebenfalls nicht verkneifen, sie spricht den Afghanistankrieg an, sie spricht über ihre Besorgnis angesichts Israels nuklearer Aufrüstung. Das ist gut. Das ist richtig und wichtig und richtig gut: Nina Hagen nutzt den Abend nicht als bloße Entertainmentveranstaltung oder positivistisches Post-Neujahrs-Sit-In, sondern gibt ihren Zuhörerinnen und Zuhörern ein paar Gedanken mit auf den Heimweg, die vielleicht länger im Gedächtnis bleiben als mancher der dargebotenen Songs. Sie holt Menschen vom Contergannetzwerk auf die Bühne, spricht mit Alice vom Haus der Demokratie und Menschenrechte darüber, wie man sich mittels Patientenverfügung vor restriktiven und irrwitzigen psychiatrischen Behandlungen schützen kann. Ein wenig fahrig, aber aufrichtig interessiert, gibt Nina Hagen so Organisationen ein Forum, die jenseits des NGO-Mainstreams um Wahrnehmung kämpfen müssen. So bleibt nach geschlagenen drei Stunden Show (abgerundet) das Gefühl, viel Widersprüchliches gesehen zu haben. Die Ikone, die Aktivistin, den Punk, das Vamp, die Christin.</p>
<p>Wie sie&#8217;s mit der Religion hält, sollte Nina Hagen dringend nochmal überschlafen. Aus dem Somakoma aufgewacht, kommt dann vielleicht die nächste Erleuchtung. Zum Beispiel, dass wir alle ganz umsonst Freiheit gespielt haben, wenn die Frau, die die weibliche Masturbation einst en vogue gemacht hat, sich plötzlich mit dem Sündenfall anfreunden kann.</p>
<p><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628813215665/ninahagen.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120108-ninahagen/nina1.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628813215665/ninahagen.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120108-ninahagen/nina2.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628813215665/ninahagen.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120108-ninahagen/nina3.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628813215665/ninahagen.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120108-ninahagen/nina4.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628813215665/ninahagen.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120108-ninahagen/nina5.jpg" alt="" /></a><a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628813215665/ninahagen.html"><img class="float_left" src="http://flickr.RockZOOM.de/20120108-ninahagen/nina6.jpg" alt="" /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628813215665/ninahagen.html"><strong>Zu allen Bildern von Nina Hagen im BKA-Theater</strong></a></p>
<p><strong>Nina Hagen im Internet.</strong><br />
Offizielle Homepage: <a href="http://www.volksbeat.com">www.volksbeat.com</a><br />
Facebook: <a href="http://www.facebook.com/NinaHagen">www.facebook.com/NinaHagen</a></p>
<p><strong>Nina Hagen-TV.</strong></p>
<p><iframe width="500" height="281" src="http://www.youtube.com/embed/pNPo_2ufTh8?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Gus Black und HT Heartache @ Lido, Berlin &#124; 08.11.2011</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 18:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sounds]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugegeben: Es geschieht selten, dass bei einem Konzert dieses kollektive Glücksgefühl entsteht, diese selige Einheit im Publikum und mit den Künstlern auf der Bühne. Manchmal aber passiert es dann doch, und das sind die besten Konzerterfahrungen überhaupt. Die Bedingungen dafür, dass das Konzert im Lido etwas Besonderes werden könnte, standen von vornherein gut. Gus Black [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_9919klein-300x200.jpg" alt="" title="HT Heartache live im Lido" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-5557" />Zugegeben: Es geschieht selten, dass bei einem Konzert dieses kollektive Glücksgefühl entsteht, diese selige Einheit im Publikum und mit den Künstlern auf der Bühne. Manchmal aber passiert es dann doch, und das sind die besten Konzerterfahrungen überhaupt.</p>
<p>Die Bedingungen dafür, dass das Konzert im Lido etwas Besonderes werden könnte, standen von vornherein gut. Gus Black fühlt sich eindeutig heimisch in Berlin – immerhin hat er mehrfach erwähnt, dass diese Stadt die fuckin&#8217; beste des Planeten sei, um direkt den Disclaimer hinterherzuschicken, dass er das nicht etwa als Einschleimen beim Publikum meine. Sondern ganz und gar aufrichtig. Aufrichtig war überhaupt die ganze Show, ungekünstelt und unmittelbar zeigten sich Gus Black und seine Band auf der Bühne. Da gab es keine Effekthascherei, keine einstudierten Ansagen. </p>
<p>Dass dies außerdem der letzte Abend der Deutschlandtour war, mag die Stimmung zumindest für die Akteure selbst zusätzlich mit Bedeutung aufgeladen haben. Ursprünglich war der Gig bereits für den Sommer geplant, da musste er jedoch verschoben werden aus Gründen, die so persönlich zu sein scheinen, dass sie an diesem Novemberabend nicht weiter erwähnt wurden. Am Tag des Konzerts war jedenfalls keine Spur von negativer Stimmung fühlbar.</p>
<p>Die Show wurde von HT Heartache begonnen, die von Gus Black als spezielle Freundin vorgestellt wurde und deren wunderbar unaufgeregte Singer-Songwriter-Lieder Erinnerungen an sein Album &#8220;Today is not the day&#8230;&#8221; weckten. Kein Zufall – die Background Vocals auf besagtem Album kamen tatsächlich von HT Heartache, und so bekamen wir auch an diesem Abend einige Songs der beiden zu Ohren. </p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_9978klein-200x300.jpg" alt="" title="Gus Black live im Lido" width="200" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-5561" />Unvergessen der Moment gen Ende des Gigs, als Gus und HT sich ins Publikum wagten, um ein Lied unplugged zu spielen. Leise, mittendrin, mit den Zuhörenden auf Augenhöhe. Solche Wagnisse tragen natürlich dazu bei, die Kluft zwischen Künstler und Publikum ganz klein zu machen, die berühmte vierte Wand souverän einzureißen und für eine gewisse emotionale Clusterbildung bei den Zuhörenden zu sorgen. Auch Gus Black und seine fünf Bandmitglieder (HT Heartache mitgezählt) schienen mehr als ein eingespieltes Team von Profimusikern zu sein, sondern wirkten wie: Freunde. Ganz einfach, ohne Mickeymousebullshit und Rivalitäten.</p>
<p>Das reguläre Set war ein wunderbarer und beinah erschöpfender Querschnitt durch Gus Blacks Œuvre, neben vielen, vielen Songs von &#8220;Today is not the day&#8230;&#8221; war natürlich auch das aktuelle Album &#8220;The day I realized&#8221; bestens vertreten, und ein paar noch ältere Stücke ebenso. Zwei Cover (&#8220;Paranoid&#8221; von Black Sabbath und – Achtung, Baby! – &#8220;One&#8221; von U2) standen außerdem auf der Liste und heimsten unfairerweise den lautesten Applaus ein.</p>
<p>Gus Black darf man nicht verpassen. Kommt wieder nach Berlin, Gus und HT Heartache und Band. Kommt auch mal nach Wien. Und es ist vollkommen okay, ein Konzert zu verschieben. Nur lasst uns nicht zu lange warten!</p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964657401/htheartache.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/htheartache1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964657401/htheartache.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/htheartache2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964657401/htheartache.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/htheartache3.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964657401/htheartache.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/htheartache4.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964657401/htheartache.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/htheartache5.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964657401/htheartache.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/htheartache6.jpg' http://RockZOOM.de/wp-admin/post-new.phpclass='float_left' /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964657401/htheartache.html"><strong>Zu allen Bildern von HT Heartache im Lido</strong></a></p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964576685/gusblack.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/gusblack1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964576685/gusblack.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/gusblack2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964576685/gusblack.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/gusblack3.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964576685/gusblack.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/gusblack4.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964576685/gusblack.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/gusblack5.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964576685/gusblack.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111108-Gus Black/gusblack6.jpg' http://RockZOOM.de/wp-admin/post-new.phpclass='float_left' /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157627964576685/gusblack.html"><strong>Zu allen Bildern von Gus Black im Lido</strong></a></p>
<p><strong>HT Heartache im Internet.</strong><br />
Offizielle Homepage: <a href="http://www.htheartache.com">htheartache.com</a></p>
<p><strong>Gus Black im Internet.</strong><br />
Offizielle Homepage: <a href="http://www.gusmusic.com">gusmusic.com</a><br />
Bandcamp: <a href="http://gusblack.bandcamp.com">gusblack.bandcamp.com</a></p>
<p><strong>Gus-Black-TV.</strong></p>
<p><object width="500" height="375"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/xpGqOJf9fRc?version=3&#038;feature=oembed"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/xpGqOJf9fRc?version=3&#038;feature=oembed" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="375" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Wye Oak und Callers @ Lido, Berlin &#124; 03.11.2011</title>
		<link>http://rockzoom.de/2011/11/07/wye-oak-und-callers-lido-berlin-03-11-2011/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2011/11/07/wye-oak-und-callers-lido-berlin-03-11-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 11:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[callers]]></category>
		<category><![CDATA[lido]]></category>
		<category><![CDATA[wye oak]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Auftakt der Deutschlandtour stand für Wye Oak und deren Supporter Callers offenbar nicht unter dem allerbesten Stern: Tourbus hinüber, Equipment ebenso – trotzdem lief der Abend im Kreuzberger Lido ohne (weitere) Pannen ab. Man möchte fast sagen: ohne besondere Vorkommnisse. Das homogene, hippe Wrangelkiezpublikum feierte die Bands und sich selbst bei Astra-Bier und Rhabarberschorle; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/11/IMG_9538klein-300x200.jpg" alt="" title="Wye Oak live im Lido" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-5484" />Der Auftakt der Deutschlandtour stand für Wye Oak und deren Supporter Callers offenbar nicht unter dem allerbesten Stern: Tourbus hinüber, Equipment ebenso – trotzdem lief der Abend im Kreuzberger Lido ohne (weitere) Pannen ab. Man möchte fast sagen: ohne besondere Vorkommnisse. Das homogene, hippe Wrangelkiezpublikum feierte die Bands und sich selbst bei Astra-Bier und Rhabarberschorle; das Lido war gut gefüllt. Der Sound war bis auf kleinere Mäkelchen, die auf Jenns Hinweis sofort behoben wurden, großartig. And that was that.</p>
<p>Callers aus New York eröffneten die Show mit wundervoll trippgem Indie-Folk. Besonders die Stimme von Sängerin Sara Lucas hallte noch weit über das Konzert hinaus nach im Hirn. Eine perfekte Einstimmung auf Wye Oak also.</p>
<p>Das Duo aus Baltimore, bestehend aus Jenn Wasner (Gitarre und Gesang) und Andy Stack (Drums und Keyboard &#8211; sic), knüpfte nahtlos an die von den Callers vorgelegte Atmosphäre an und gewann das Publikum vom ersten Akkord an für sich. Die Tatsache, dass der Drummer gleichzeitig Keyboarder ist und als Multiinstrumentalist auch mal eben je einhändig trommeln und klimpern kann, mag zunächst beeindrucken. Rechts die Drums. Links das Piano. Was dabei im Endhirn abgeht, das muss man sich mal vorstellen! Doch nach ein paar Songs legt sich die Euphorie über diese Attraktion und ich fragte mich, warum Wye Oak nicht einfach mehr sind. Mehr Leute, mehr Instrumente. Denn obwohl beide Musiker live absolut souverän und brillant sind, wirkte das Ganze eher wie ein Wettstreit als wie ein Zusammenspiel, was den auf der Platte so eingängig organisch daherschwebenden Sounds einiges an Wirkungskraft genommen haben dürfte. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, statt eines „One Trick Ponys“ mehrere Pferde in den Stall zu holen? </p>
<p>Die Zugabe bestand aus einem einzigen Song und nur Jenn an der Gitarre stand noch auf der Bühne; „Doubt“ &#8211; das Schlusslied des aktuellen Albums „Civilian“ &#8211; ist ähnlich puristisch auch in der Studioversion. Angeblich, schenkt man Jenns Ansage Glauben, kommt „Doubt“ nicht bei allen Zuhörenden gleichermaßen an. Doch hier war&#8217;s perfekt. „Doubt“ entpuppte sich als ein Rausschmeißer im allerbesten Sinn. Als ein Song, der auf dem Heimweg nachhallte, auch als in der U-Bahn längst die Dauerbeschallung der Stadt Überhand genommen hat und die Straßenmusiker das nächtlich belebte Kottbusser Tor mit ganz anderen Konzerten in Beschlag nahmen.</p>
<p>Wye Oak und Callers könnt Ihr noch bei einigen Deutschland-Gigs bewundern:</p>
<p>08-Nov-11 MÜNSTER @ GLEIS 22<br />
09-Nov-11 HEIDELBERG @ KARLSTORBAHNHOF<br />
17-Nov-11 KÖLN @ GEBAUDE</p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/<br />
72157628051075846/wyeoak.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111103-wyeoak/wye1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628051075846/wyeoak.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111103-wyeoak/wye2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628051075846/wyeoak.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111103-wyeoak/wye3.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628051075846/wyeoak.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111103-wyeoak/wye4.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628051075846/wyeoak.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111103-wyeoak/wye5.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157628051075846/wyeoak.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20111103-wyeoak/wye6.jpg' http://RockZOOM.de/wp-admin/post-new.phpclass='float_left' /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157628051075846/wyeoak.html"><strong>Zu allen Bildern von Wye Oak im Lido</strong></a></p>
<p><strong>Callers im Internet.</strong><br />
MySpace: <a href="http://www.myspace.com/callers">www.myspace.com/callers</a></p>
<p><strong>Wye Oak im Internet.</strong><br />
Offizielle Homepage: <a href="http://wyeoakmusic.com">www.wyeoakmusic.com</a><br />
Facebook: <a href="http://www.facebook.com/wyeoak">www.facebook.com/wyeoak</a><br />
Twitter: <a href="http://twitter.com/wyeoak">www.twitter.com/wyeoak</a></p>
<p><strong>Wye-Oak-TV.</strong></p>
<p><object width="500" height="281"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/DVaeAu_noFM?version=3&#038;feature=oembed"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/DVaeAu_noFM?version=3&#038;feature=oembed" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="281" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Meret Becker &amp; The Tiny Teeth @ Tipi am Kanzleramt, Berlin &#124; 26.04.2011</title>
		<link>http://rockzoom.de/2011/05/03/meret-becker-the-tiny-teeth-tipi-am-kanzleramt-berlin-26-04-2011/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 13:25:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Photography]]></category>
		<category><![CDATA[Sounds]]></category>

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		<description><![CDATA[Was für ein Apriltag! Pünktlich zur Premiere von Meret Beckers neuer Konzert-Kabarett-Show bricht eine kleine Sintflut über Berlin ein. Da ist so ein Zirkuszelt gleich hinter der berühmten Kanzler-Waschmaschine natürlich genau der richtige (und nebenbei weit und breit einzige) Ort, um einen Unterschlupf zu finden. Das Gepladder und Geplatsche des Regens ist auf dem Dach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/05/meretbeckertipi1.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/05/meretbeckertipi1-300x200.jpg" alt="Meret Becker &amp; The Tiny Teeth im Tipi am Kanzleramt" title="Meret Becker - 26.04.2011" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-4123" /></a>Was für ein Apriltag! Pünktlich zur Premiere von Meret Beckers neuer Konzert-Kabarett-Show bricht eine kleine Sintflut über Berlin ein. Da ist so ein Zirkuszelt gleich hinter der berühmten Kanzler-Waschmaschine natürlich genau der richtige (und nebenbei weit und breit einzige) Ort, um einen Unterschlupf zu finden. Das Gepladder und Geplatsche des Regens ist auf dem Dach des Tipis deutlich zu hören. Wie es wohl die ganzen schnieken Gäste geschafft haben, trotzdem so trocken, sauber und gut auszusehen? Wohin man auch sieht, überall sitzen die Frisuren, genauso tadellos wie die Anzüge. Und überhaupt, da sind doch so viele Gesichter, die man schon irgendwo und irgendwie mal gesehen hat im Fernsehen. Das Tipi am Kanzleramt ist vielleicht so ein Ort, wo man hingeht, besonders, wenn Premiere ist. Wo man eingeladen wird, wenn man einen Namen hat. Und wo man Champagner bestellen kann und das auch tut. </p>
<p>Ob Meret Becker auch gern Champagner trinkt? Schwer vorzustellen. Sie wirkt eher wie die typische Berliner Göre, eben mädchenhaft, frech, verspielt. Ihr neustes Musiktheater-Programm passt also perfekt: ein Sammelsurium aus dem Zauberkasten, eine aus der Zeit gefallene Varieté-Show, lauter kleine Kuriositäten, die es zu entdecken gilt. Alice im Wunderland lässt grüßen; mit „Harvey“ ist sogar ein richtiges weißes Karnickel dabei. Die kleine Bühne im Tipi ist voll skurriler Requisiten, die Glasharfe ist auf dem Flügel aufgebaut, die vier „Tiny Teeth“ – Merets Band – sitzen zwischen Zauberzylinder und Glitzerflitter, lauter Instrumente und Instrumentchen um sich herum drapiert. Cello, Banjo, Akkordeon, Tröte, Schlagzeug, alles, was irgendwie rasselt und klappert und zirpt und Spaß macht. Na dann: Let the show begin! </p>
<p><a href="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/05/meretbeckertipi3.jpg"><img src="http://RockZOOM.de/wp-content/uploads/2011/05/meretbeckertipi3-300x200.jpg" alt="Meret Becker &amp; The Tiny Teeth im Tipi am Kanzleramt" title="Meret Becker - 26.04.2011" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-4125" /></a>Der erste Song ist tatsächlich eine Coverversion von Beth Gibbons&#8217; wundervollem Lied „Show“, gefolgt von einigen Stücken aus der Feder von Bertolt Brecht und Kurt Weill. „Havanna Song“ und Co. dürfen wohl einfach nicht fehlen an so einem Abend, das räumt auch Meret Becker ein, aber die Hommage gelingt perfekt, auch dank der großartigen Musiker. Trotzdem drängt sich der Eindruck auf, dass das Repertoire ganz schön auf Touristen zugeschnitten scheint. Spätestens bei ihrem eigenen Song „Gläsernes Gesicht“ läuft Meret jedoch dermaßen zur Hochform auf, dass man bis in die letzte Reihe spüren muss: Das ist eben keine halbherzige Best-Of-Becker-Show, die dort gespielt wird. Sondern eine aufrichtig durchgeknallte Performance mit viel Hingabe und Liebe für schrullige Details, die vielleicht genau deshalb auf einer Kreuzberger Kleinkunstbühne mindestens ebenso gut aufgehoben wäre. </p>
<p>Judy Garland hätte angesichts der Uptempo-Version von „Bye Bye Blackbird“ womöglich ein dickes Freudentränchen vergossen. Aber nichts ist so hinreißend wie Meret Becker an der Singenden Säge – außer vielleicht Meret Becker am Reifentrapez. So ein Zirkus! Artistisch, musikalisch, märchen- und zauberhaft. Zum Schluss gibt es, ganz formell, Blumen für die Künstler. Wir haben auch einen Wald-und-Wiesen-Strauß gefangen. Und so geht es, Blümchen im Rucksack, ganz beseelt auf den Nachhauseweg. Das Gewitter ist schon lange weitergezogen. Wie gut hätte jetzt ein Regenbogen gepasst.</p>
<p><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157626513172633/meretbecker.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110426-meretbecker/meret1.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157626513172633/meretbecker.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110426-meretbecker/meret2.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157626513172633/meretbecker.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110426-meretbecker/meret3.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157626513172633/meretbecker.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110426-meretbecker/meret4.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157626513172633/meretbecker.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110426-meretbecker/meret5.jpg' class='float_left' /></a><a href='http://RockZOOM.de/photos/album/72157626513172633/meretbecker.html'><img src='http://flickr.RockZOOM.de/20110426-meretbecker/meret6.jpg' class='float_left' /></a></p>
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<p>>> <a href="http://RockZOOM.de/photos/album/72157626513172633/waltari.html"><strong>Zu allen Bildern von Meret Becker &#038; The Tiny Teeth</strong></a></p>
<p><strong>Meret Becker im Internet:</strong><br />
Offizielle Homepage: <a href="http://www.meretbecker.com">www.meretbecker.com</a><br />
MySpace:<a href="http://www.myspace.com/meretbecker">http://www.myspace.com/meretbecker</a> </p>
<p>Text: Jana Volkmann<br />
Fotos: Jana Legler</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>SCHNEEWITTCHEN und SASCHA MERSCH @ theARTer Galerie Berlin &#124; 27.11.09</title>
		<link>http://rockzoom.de/2009/11/28/schneewittchen-und-sascha-mersch-thearter-galerie-berlin-27-11-09/</link>
		<comments>http://rockzoom.de/2009/11/28/schneewittchen-und-sascha-mersch-thearter-galerie-berlin-27-11-09/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 21:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[gothic]]></category>
		<category><![CDATA[sascha mersch]]></category>
		<category><![CDATA[schneewittchen]]></category>
		<category><![CDATA[singer-songwriter]]></category>
		<category><![CDATA[thearter galerie]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Perlen und Säuen Lichtenberg ist nicht eben als Berlins Kulturkiez bekannt. Der Stadtteil im Osten der Stadt glänzt eher durch den zweifelhaften Charme trabantenstädtischer Tristesse. Umso schöner für Lichtenberg, dass sich die dort ansässige theARTer Galerie immer mehr als Geheimtipp entpuppt und mittlerweile Publikum aus ganz Berlin und darüber hinaus anzieht. Einer der Gründe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von Perlen und Säuen</strong></p>
<p>Lichtenberg ist nicht eben als Berlins Kulturkiez bekannt. Der Stadtteil im Osten der Stadt glänzt eher durch den zweifelhaften Charme trabantenstädtischer Tristesse. Umso schöner für Lichtenberg, dass sich die dort ansässige theARTer Galerie immer mehr als Geheimtipp entpuppt und mittlerweile Publikum aus ganz Berlin und darüber hinaus anzieht. Einer der Gründe dafür dürfte sein, dass die Galerie seit jeher mit einem ambitionierten Rahmenprogramm aufwartet. Konzerte, Lesungen, zuletzt auch ein Live-Interview mit Alexander Kaschte (Ihro Hoheit Frontveganer von „Samsas Traum“) &#8211; und dazu Ausstellungen junger Künstler wie Senrek oder Christian Lebrecht.</p>
<p>Auch Sascha Mersch macht sich häufiger auf den Weg in die Peripherie. Der Berliner Musiker ist hier Dauergast: Dieses Jahr war er schon mehrmals als Support- oder Hauptact in der Galerie. So auch vor Schneewittchen – den offensichtlichsten Bogen zu den Hannoveranern schlagen die Albentitel. Schneewittchens neustes Werk trägt den Titel „Perlen vor die Säue“, und Sascha Merschs Album den Namen „Perlensau“. War&#8217;s das an Parallelen? Der Gestus auf der Bühne ist jedenfalls, im Gegensatz zu Schneewittchens Performance, ungeschönt und fast schon schmerzhaft puristisch. Piano, Stimme, vertonte Gedichte: Die drei Säulen, auf die Merschs Musik sich stützt, tragen mühelos ein ganzes Schloss voller verborgener Schätze, dunkler Winkel, Abgründe und Prunk. Jenseits von verklärter Romantik und allegorischem Kitsch tut sich so eine neue Welt auf, die den Zuhörer ganz in ihren Bann zieht – oder ihm einen Schrecken in die Glieder jagt. Sascha Mersch ist das egal, er singt, schlägt das Piano, als gäb&#8217;s kein morgen, und liefert eine Show ab, die nicht nur durch ihre Ehrlichkeit überzeugt, sondern auch durch eigenwilliges und avantgardistisches Songwriting. Eine Klammer um seine eigenen Kompositionen bilden am 27. November zwei Coverversionen: Als Einstieg gibt es „Please Please Please Let Me Get What I Want“ von den unvergleichlichen Smiths, und zuletzt wagt er sich an David Bowies „Five Years“. Was für ein Set!</p>
<p>Um die Musik von Marianne Iser und Thomas Duda, die nun schon seit einigen Jahren unter dem Namen Schneewittchen bekannt sind, zu verstehen, muss man sie wohl live erleben. Denn die Präsenz des Duos auf der Bühne geht weit über das hinaus, was Mariannes Stimmgewalt an Möglichkeiten ohnehin schon bietet. Ob es so etwas Esoterisches ist wie Aura, etwas Märchenmagisches oder schlicht eine großartige Performance: Vom ersten Ton an fesseln Schneewittchen das Publikum, Marianne tanzt, singt, schreit, flüstert, mal schrill, selten nachdenklich, aber immer mitten aus dem Herzen. Ein authentisches Kunstwerk, lebend und pulsierend, im Korsett verschnürt wie ein großes, lautes Geschenk. Bei „Perlen vor die Säue“, dem Titelstück des besagten aktuellen Albums, verlässt sie die Bühne und konfrontiert das Publikum aus nächster Nähe. Sie zerreißt eine Perlenkette und wirft den Schmuck mit aufreizender Nonchalance ins Publikum, ein Akt, der in etwa widerspiegelt, was Schneewittchen vom großen Reibach halten. Bloß weg damit – nicht verrenken, sondern verschwenden, keine „süße, süffige Seichtigkeit“, dann lieber süffisant an die eigenen Träume klammern. Und in der Tat werden alle sich aufdrängenden Vergleiche mit Rosenstolz oder auch Nina Hagen hinfällig, denn Schneewittchen sind einfach nicht im gleichen Maß massentauglich. Der Spaß an der Provokation ist nicht gespielt, sondern scheint aus tiefster Seele zu kommen. Kein Wunder also, dass mit Liedern wie „Kaltes Hannover“ immer wieder bittere Sozialkritik durchschimmert. Die beiden Musiker haben ganz offensichtlich keine Angst, sich die Finger zu verbrennen, bringen Themen wie Sadomasochismus oder Genderbending aufs Tapet, als wär&#8217;s selbstverständlich, und haben in der Vergangenheit eine ganze Reihe Performances mit suizidgefährdeten Frauen auf die Beine gestellt. Bei so viel glaubhafter Offenheit wäre es eine Schande, wenn das Publikum nicht an Schneewittchen festhielte wie der holde Königssohn an seiner angebeteten Märchenprinzessin. Ein märchenhaftes Happy End gab&#8217;s in jedem Fall, haben Schneewittchen doch mit zwei neuen Liedern in der Zugabe die Vorfreude auf alles geweckt, was da noch kommen mag.</p>
<p>Schneewittchen bei MySpace: <a href="http://www.myspace.com/schneewittchenvonhannover">myspace.com/schneewittchenvonhannover</a><br />
Schneewittchen offiziell: <a href="http://www.schneewittchenmusik.de">www.schneewittchenmusik.de</a></p>
<p>Sascha Mersch bei MySpace: <a href="http://www.myspace.com/saschamersch">myspace.com/saschamersch</a><br />
Sascha Mersch offiziell: <a href="http://www.sascha-mersch.de">www.sascha-mersch.de</a></p>
<p>theARTer Galerie im Netz: <a href="http://www.thearter.de">www.thearter.de</a></p>
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		<title>Her Name Is Calla @ Schokoladen Berlin &#124; 27.08.2009</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 21:16:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[alternative]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[indie]]></category>
		<category><![CDATA[schokoladen]]></category>
		<category><![CDATA[shoegaze]]></category>

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		<description><![CDATA[Schubladendenken ist blöd und muss in jeder Musikpublikation mantraartig immer und immer verbal vernichtet werden, damit ja niemand vergisst, dass wahre Kunst immer eigen ist. Darum finden wir Genres auch immer schwierig, mindestens, wenn nicht ekelerregend und todbringend. Nur ist es schade, dass ausgerechnet das Genre der Shoegazer so gänzlich aus unserer Wahrnehmung verschwunden scheint. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schubladendenken ist blöd und muss in jeder Musikpublikation mantraartig immer und immer verbal vernichtet werden, damit ja niemand vergisst, dass wahre Kunst immer eigen ist. Darum finden wir Genres auch immer schwierig, mindestens, wenn nicht ekelerregend und todbringend.<br />
Nur ist es schade, dass ausgerechnet das Genre der Shoegazer so gänzlich aus unserer Wahrnehmung verschwunden scheint. Einst in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern von großen Bands wie My Bloody Valentine, Cocteau Twins, Slowdive und Devics geprägt, weltvergessen und introvertiert, scheint das Genre einer logischen Schlussfolgerung erlegen zu sein. Wer die Nähe zum Publikum scheut, gerät in Vergessenheit. Aber plötzlich und unverhofft tauchte es wieder auf, dieses wunderschöne, lakonisch-ironische Wörtchen. Shoegazer. Gelesen auf last.fm in den Tags zu der Englischen Band Her Name is Calla.<br />
Nur wachsen die Briten bereits mit ihren ersten Veröffentlichungen über die Grenzen des Begriffs hinaus, experimentieren, versuchen sich mit der lässigen Attitüde einer Band, die eh nicht so ganz groß rauskommen will, an ihrem ganz eigenen Sound – und sie zeigen, wie harmonisch  rockuntypische Instrumente wie Posaune und Geige sich in das klassische gitarrenzentrierte Songwriting einfügen können. Was sie mit den originären Shoegazern eint: eine gewisse Weltvergessenheit und Introversion.<br />
Die legten sie auch bei ihrem Konzert im relativ gut gefüllten Berliner Schokoladen an den Tag. Nach der sehr ätherischen Eröffnung durch The Horrible Trees hat sich das allerdings erstens relativiert, und zweitens gewannen die Songs live deutlich an Dynamik – auch und gerade in Sachen Lautstärke, was den Soundmenschen ganz offensichtlich forderte. Viele Stücke begannen leise und zögerlich, um dann in einem Lärminferno zu gipfeln, langsam und stetig, in etwa, als würde ein Gewitter aufziehen, alles verwüsten, das Dach abdecken, Bäume entwurzeln, das Fahrrad ein paar Meter weiter parken und dann ganz plötzlich wieder verschwinden.<br />
Das Highlight, und auch einer der stärksten Titel der Studioaufnahmen, war sicher „Nylon“. Unauffällig in der Mitte des Sets platziert, zeigten Her Name Is Calla hier ihr songwriterisches Können in Perfektion und hinterließen ein freudig staunendes Publikum. Und angesichts des  Gitarren, Trommeln und Geige geradezu vernichtenden Finale Grande. Diesmal hat das akustische Gewitter eigentlich nur noch Staub, Asche und wahrscheinlich den einen oder anderen Hörsturz hinterlassen.<br />
Hoffen wir auf Spontanheilung bei den Schokoladengästen. Und natürlich darauf, dass Her Name Is Calla uns bald wieder vernichten, denn es war großartig.</p>
<p>Offizielle Website: <a href="http://www.hernameiscalla.co.uk/">hernameiscalla.co.uk</a><br />
Her Name Is Calla bei MySpace: <a href="http://www.myspace.com/hernameiscalla">myspace.com/hernameiscalla</a></p>
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		<title>AMORPHIS-INTERVIEW zum Dong Open Air 2009</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 21:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jana Volkmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sounds]]></category>
		<category><![CDATA[amorphis]]></category>
		<category><![CDATA[dong open air 2009]]></category>
		<category><![CDATA[finnland]]></category>
		<category><![CDATA[metal]]></category>
		<category><![CDATA[progressive]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese schlauen Sprüche, dass Stillstand dem Exitus gleichkäme und wie bei Hermann Hesse alles in irgendeinem Fließgewässer sein muss, damit man zu spiritueller Erleuchtung gelangt, sind eventuell ein klitzekleines bisschen übertrieben. Dennoch ist es schön zu sehen, welche Freude manche Bands daran haben, sich immer wieder neu zu erfinden. AMORPHIS haben früh begonnen zu experimentieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese schlauen Sprüche, dass Stillstand dem Exitus gleichkäme und wie bei Hermann Hesse alles in irgendeinem Fließgewässer sein muss, damit man zu spiritueller Erleuchtung gelangt, sind eventuell ein klitzekleines bisschen übertrieben. Dennoch ist es schön zu sehen, welche Freude manche Bands daran haben, sich immer wieder neu zu erfinden.<br />
AMORPHIS haben früh begonnen zu experimentieren und nie damit aufgehört. Zunächst als Death Metal-Combo gestartet, entwickelten sie bald über die Grenzen Finnlands hinaus den Ruf einer progressiven, unterschiedlichen Einflüssen aufgeschlossenen Band. So finden sich teils doomige Anleihen auf den Alben, hier und da hört man ein wenig Folk heraus, und selbst orientalische Elemente gab es bei Amorphis schon zu entdecken. Mit „Tales From The Thousand Lakes“ ebneten die Finnen schon 1994 den Weg für melodischen Death Metal, das Album gilt bis heute als stilprägend.<br />
Zwar sind die Finnen nach einem kurzen Exkurs längst wieder zu ihren Death Metal-Wurzeln zurückgekehrt, aber neben garstig durch die Boxen grollenden Growls setzen Amorphis stark auf cleanen Gesang und teils fast schon eingängige Rockigkeit.<br />
In diesem Sinne ist es keine ganz riesige Überraschung, dass die Band seit Jahren auch kommerziell beachtliche Erfolge erzielt: In diesem Jahr kam mit „Skyforger“ das nunmehr neunte Studioalbum in die Läden und hat neben den Hörerherzen auch die Albumcharts erobert – in Finnland sogar auf Platz 1. Und auch die Vorgänger, allen voran „Silent Waters“ (2007) und „Eclipse“ (2006), haben nicht nur in den heimischen Charts mächtig abgeräumt.</p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/uploads/2009/07/amorphis_online1-240x240.jpg" alt="amorphis" title="amorphis" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-2320" />Niclas Etelävuori, der Amorphis seit geschlagenen neun Jahren am Bass unterstützt, plauderte im Interview gutgelaunt und aufgeschlossen über Festivalerfahrungen, die kommenden Touren und das allgegenwärtige Kalevala.</p>
<p>HI NICLAS, TOLL, DASS IHR DIESES JAHR AUF DEM DONGBERG DABEI SEID! FÜR EUCH UND UNS IST DAS JA EINE PREMIERE – WAS GLAUBST DU, WAS DICH HIER ERWARTEN WIRD?</p>
<p>Dieses Jahr spielen wir nur auf zwei Festivals in Deutschland, eines davon ist das Dong Open Air, und darum freuen wir uns natürlich umso mehr, dass wir die Möglichkeit haben, dabei zu sein. Auf Festivals zu spielen, ist ohnehin immer eine ziemlich spannende Sache für uns.</p>
<p>IHR WART IN EURER KARRIERE JA SCHON AUF ZAHLLOSEN FESTIVALS, DA HABT IHR SICHER EINIGES ERLEBT. WAS WAR DENN BISLANG DAS SCHLIMMSTE, DAS EUCH AUF EINEM FESTIVAL WIDERFAHREN IST?</p>
<p>Wirkliche Katastrophen sind uns bislang erspart geblieben, zum Glück! Es ist allerdings nicht gerade toll, wenn du auf der Bühne stehst und es anfängt, wie aus Eimern zu regnen, ein richtiges Unwetter über dich hereinbricht und einfach alles unter Wasser steht. Gerade wegen dem ganzen Equipment, das dort rumsteht. Ein paar Mal hatte ich ehrlich Angst, dass wir allesamt einen höllischen Stromschlag abbekommen. Zum Glück gab es bislang weder Tote noch irgendwelche ernsthaften Verletzungen (lacht).</p>
<p>NA, DANN HOFFEN WIR DOCH AUF GUTES WETTER BEIM D.O.A. ÜBRIGENS, HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZU EURER HOHEN CHARTPLATZIERUNG! DAS HAT EUCH JA SICHER SEHR ERFREUT. ODER IST DIR SO EIN DURCHSCHLAGENDER ERFOLG MANCHMAL AUCH UNHEIMLICH?</p>
<p>Für uns ist das schon eine nette Erfahrung. Wobei wir die Nummer Eins auch „nur“ für zwei Wochen halten konnten, inzwischen sind wir aber immerhin noch auf Position drei. Mit „Eclipse“ waren wir übrigens auch schon mal auf Nummer Eins in Finnland. Diese ganze Sache beruht natürlich schon auf einem sehr harten Wettbewerb und ist heiß umkämpft, deshalb sind wir erst recht sehr glücklich mit diesem Ergebnis.</p>
<p>UND WAS IST, IN DEINEN EIGENEN WORTEN, NEU AN „SKYFORGER“? IHR HABT JA SEHR VIELE VERÄNDERUNGEN DURCHLEBT – LÄUTET „SKYFORGER“ FÜR EUCH EINE NEUE ÄRA EIN?</p>
<p>Ich denke, dass wir mit den neueren Alben durchaus eine Linie gefunden haben, die wir mit unserer neuen LP weiterentwickeln. Ich würde hier also nicht von einer deutlichen Zäsur sprechen, vielmehr haben wir daran angeknüpft, was wir mit den vergangenen Alben begonnen haben und sind diesen Weg einen Schritt weiter gegangen.</p>
<p><img src="http://RockZOOM.de/uploads/2009/07/amorphis_online2-240x360.jpg" alt="amorphis" title="amorphis" width="200" class="alignleft size-full wp-image-2320" />WIE DÜRFEN WIR UNS DENN SO EINEN TYPISCHEN AMORPHIS-KREATIVPROZESS VORSTELLEN? SCHREIBT IHR EURE SONGS ALS KOLLEKTIV, ODER GEBEN DOCH EHER EINZELNE DIE IMPULSE?</p>
<p>Also, in aller Regel ist es so, dass die Idee zu einem neuen Song einer von uns hat. Die wird dann aber von uns allen aufgegriffen und in der gesamten Band weiterentwickelt, und dann fangen wir alle gemeinsam mit dem Proben der neuen Stücke an.</p>
<p>WAS HAT ES EIGENTLICH MIT DEM KALEVALA AUF SICH, DAS IN EURER MUSIK IMMER WIEDER AUFGEGRIFFEN WIRD?</p>
<p>Das Kalevala ist ein uraltes finnisches Volksepos. Es geht bis in die Eisenzeit zurück, so dass die Geschichten sozusagen in unser Fleisch und Blut übergegangen sind, auch wenn die Zusammenstellung erst um die hundert Jahre alt ist. Für uns ist dieses Epos aber ohnehin etwas ganz Zeitloses. Es braucht eben nur jemanden, der diese Geschichten erzählt. In unseren neuen Texten greifen wir wieder Teile des Kalevala auf, selbst der Titel „Skyforger“ bezieht sich darauf. Und auch die anderen Themen, die sich bei uns wiederkehrend finden lassen – zum Beispiel Emotionen, Leben und Tod – haben letztlich auch etwas mit dem Volksmythos Kalevala zu tun, schließlich spielen all diese Dinge, die unsere Musik beeinflussen, auch dort eine ganz große Rolle.</p>
<p>UM NOCH MAL AUF DAS THEMA TOUREN ZURÜCKZUKOMMEN: DIESES JAHR STEHEN FÜR EUCH JA AUCH NOCH EIN PAAR SÜD- AMERIKATERMINE AN. SEID IHR SCHON AUFGEREGT?</p>
<p>Klar, ich finde es wirklich toll, dass wir wieder einmal unbekanntes Gelände betreten können. Wir warten schon seit Jahren darauf, dass sich endlich mal die Möglichkeit bietet, dort zu spielen! Bislang sind wir nur in Europa und den USA richtig getourt, auch mal in Japan, und Russland gehörte auch zu unseren weitesten Reisezielen. In Südamerika spielen wir aber zum ersten Mal. Insgesamt fünf oder sechs Gigs stehen auf dem Programm; da werden wir sicher eine ganze Menge erleben. Und es gibt dort richtig viele Metalfans, auf die wir uns natürlich auch sehr freuen.</p>
<p>DANN WÜNSCHEN WIR EUCH VIEL SPAß DORT UND BEDANKEN UNS SEHR FÜR DAS NETTE GESPRÄCH! ABER DAS SCHLUSSWORT ÜBERLASSEN WIR NATÜRLICH DIR.</p>
<p>Gerne. Also, wir freuen uns auf Euch beim Dong Open Air und darauf, unsere neuen Songs und natürlich auch einiges von den vergangenen Alben live zu spielen, und wir hoffen, dass sie Euch genauso begeistern werden wie uns. Ihr könnt Euch also auf die neuen und die alten Amorphis gleichermaßen freuen und auf eine Menge Songs, die Ihr live noch nicht gehört habt!</p>
<p><em>HINWEIS: Die Print-Version des Interviews findet sich im Programmheft zum Dong Open Air 2009.</em></p>
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