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Archive – Restriction (Review)

16. Januar 2015
Archive - Restriction

Archive – Restriction

London versorgt uns schon zu Beginn des neuen Jahres mit fantastischen Neuigkeiten. Archive schieben nur knapp acht Monate nach Erscheinen ihres Film-/Soundhybriden „Axiom“ ein neues Album nach. „Restriction“ vereint laut Aussage von Darius Keeler und Danny Griffith eher eine Sammlung von Songs, als dass es sich um ein reines Konzeptalbum handelt. Da Archive jedoch seit jeher hohe Ansprüche an sich selbst stellen, ist auch „Restriction“ weit mehr als eine schnell zusammengeschusterte Platte. Unterstützt und abgerundet durch den Gesang von Pollard Berrier, Dave Pen, Maria Q und der wunderbaren Holly Martin ist etwas entstanden, das Herz und Verstand gleichermaßen vibrieren lässt.

Um bereits im Vorfeld die Gemüter zu besänftigen, zu erhitzen, Zweifel zu zerstreuen oder zu schüren, wurden gleich drei Songs parallel veröffentlicht. Den wummernden Titelsong „Restriction“, das Beatmonster „Kid Corner“, sowie das sphärisch schwebende „Black & Blue“. Die ganze Bandbreite der britischen Formation erschließt sich einem allerdings erst beim kompletten Hören der Platte. Trotz der unzähligen verschiedenen Musikstile, die Archive in ihren Songs verarbeiten, gelingt ihnen hier und jetzt ein weiterer großer Wurf. Das Album groovt, geht nach vorne („Feel It“), rudert zurück, lässt für einige Momente die Zeit still stehen („End Of Our Days„), nimmt anschließend wieder Fahrt auf („Ride In Squares“, „Ruination“) und gipfelt im epischen „Ladders“. Wie immer gestaltet es sich sehr schwierig Archive und ihren experimentellen Sound in Worte zu fassen. Der Trip Hop ihrer Anfangsjahre bricht an manchen Stellen wie ein Cameo-Auftritt ganz gerne durch; mittlerweile liegt der Fokus jedoch mehr auf dem Verschmelzen von scheinbar konträren Klängen. Das Schöne: das Ergebnis hört sich einfach nur gut an. Und das ist bei Archive beruhigenderweise eigentlich immer der Fall. Besser hätte 2015 gar nicht beginnen können.

Archive im Internet:
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Tourdaten:
27.02. – FZW, Dortmund
28.02. – Schlachthof, Bremen
01.03. – Große Freiheit 36, Hamburg
03.03. – Ringlokschuppen, Bielefeld
04.03. – E-Werk, Köln
05.03. – Batschkapp, Frankfurt
07.03. – Conrad Sohm, Dornbirn,
08.03. – Arena, Wien
20.03. – E-Werk, Erlangen
21.03. – Substage, Karlsruhe
22.03. – Muffathalle, München
23.03. – Werk 2, Leipzig
24.03. – Huxley, Berlin

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