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Alice Phoebe Lou @ Heimathafen, Berlin | 15.05.2015

18. Mai 2015

Alice Phoebe Lou am 15. Mai 2015 live in Berlin im Heimathafen - fotografiert von Jana Legler für RockZOOM.deNormalerweise sind Auftritte vom urbanen Treiben um sie herum geprägt. Zur rechten tuckert die gelbe Straßenbahn an ihr vorbei, wer es eilig hat, huscht ohne einen Blick zu riskieren im Schnellschritt voran, um nicht die U-Bahn zu verpassen, die ohnehin fünf Minuten später wieder parat stehen würde. Die meisten kommen allerdings nicht drum herum stehen zu bleiben, wenn sich ihre Stimme ganz unerwartet zu einem Monster aufbäumt, wenn Alice Phoebe Lou in die Saiten haut. Die Warschauer Straße und der Mauerpark sind ihr Wohnzimmer, hier macht sie es sich gemütlich.

Vor drei Jahren hat ihre musikalische Reise begonnen als die Südafrikanerin im Alter von 19 Jahren entschied eine Weile in Berlin zu verbringen. Sie entdeckte ihre Vorliebe für Straßenmusik. Und ihr Verlangen, fremden Menschen mit ihrer Musik das Leben zu verschönern, wuchs. Sie blieb und hat auch kein Verlangen der Hauptstadt – außer im Winter vielleicht – den Rücken zu kehren.

Aufgrund des überwältigenden Feedbacks ihres Publikums spielte sie am vergangenen Wochenende in Berlin nun das größte und gleichermaßen intimste Konzert ihrer Karriere: im Heimathafen. Das Versprechen, Alice Phoebe Lou zu erleben, wie man sie zuvor noch nicht erlebt hatte, sollte sich bewahrheiten. Einerseits merkte man ihr an, dass sie es gar nicht fassen konnte in diesem geschichtsträchtigen Saal 740 Menschen gegenüberzustehen, anderseits hätte man es ihr ebenfalls abgekauft, dass sie Shows dieser Art schon unzählige Male über die Bühne gebracht hat. Aber es war eine Premiere für sie und ihren Bühnenpartner Matteo.

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Begleitet wurden sie von einer famosen Band, die nicht nur für einen ausgefeilteren Gesamtsound sorgte, sondern sich auch für zukünftige Auftritte dieser Art anbot. Davon abgesehen war dieser Abend von pausenlosem Entertainment geprägt, von Performance-Gasteinlagen vieler Künstler-Freunde, die Alice in den letzten drei Jahren kennengelernt hat – von Schaukelakrobatik bis Tangotanz. Und alles, was man hier und jetzt sah, hatte wirklich gar nichts mit dem zu tun, was man ansonsten geboten bekommt. Man spürte förmlich die Verbundenheit der Musikerin mit ihrem mucksmäuschenstillen Publikum und allen Beteiligten, die Leidenschaft zur Musik und dabei lieber den unkonventionellen Weg zu gehen, den authentischen. Dafür möchte man sie am liebsten küssen!

Falls ihr Alice Phoebe Lou mal an irgendeiner Straßenecke erleben solltet, bleibt unbedingt stehen und lauscht ihren Geschichten und Melodien oder kauft am besten ihre EP „Monumentum“ oder wartet gespannt auf ihr Debütalbum und begleitet sie auf ihrer melancholischen Reise.

Alice Phoebe Lou im Internet:
Homepage: www.alicephoebelou.com
Facebook: www.facebook.com/alicephoebeloumusic

Video:

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