AJZ in Chemnitz braucht Unterstützung!
### Aktualisierung: Bilder von der Demo online. Klasse Aktion war das! 600-700 Leute trotzten dem Dauerregen, mit dabei: viele Kids, viele Eltern und eine LAUTSTARKE Jugend !! ###
Chemnitz, des Ostens “Stadt der Moderne”, ist auf dem besten Wege, eine “Rentnerstadt” zu werden. Das zeigen demographische Entwicklungen der vergangenen Jahre und Einsparungen der städtisch finanzierten Jugendarbeit in den kommenden Jahren. Besonders betroffen ist hierbei der Verein Alternatives Jugendzentrum e.V. (AJZ).
Allein von den 500.000 €, die das Jugendamt im kommenden Jahr in Sachen Jugendarbeit einzusparen gedenkt, würden 170.000 € auf das AJZ entfallen – eine existenzbedrohende Summe:
“Aktuell wird das Haus mit 2,5 Stellen aus der Jugendhilfe der Stadt getragen. Die Kürzung dieser ohnehin schon äußerst knappen Stellen und Mittel um eine ganze Stelle ist fachlich und hinsichtlich der Betriebskosten finanziell nicht mehr kompensierbar. Doch die Pläne gehen noch weiter: Im Haushaltsjahr 2010, so das Jugendamt, sollen keine Gelder mehr für das vom AJZ e.V. betriebene Kinder- und Jugendhaus „Benario“ im Stadtgebiet Brühl zur Verfügung stehen, was die Schließung des an diesem sozialen Brennpunkt dringend benötigten Klubs bedeuten würde.”
Quelle: AJZ bleibt! Blog
Dabei sind die Relationen zu den Kosten von Bauvorhaben der Stadt stellenweise absurd. Ein Beispiel:
“Für den Umbau des Hauses am Getreidemarkt zu einer internationalen Jugendherberge (sic!) will die Stadt 3,3 Millionen Euro dazugeben.” Quelle: Freie Presse vom 17.11.
Das Haupthaus des AJZ in der Chemnitztalstraße 54 ist beliebte Adresse für Independent-Kino und alternative Konzerte, Theater- und Streetart-Treffs, VoKü montags, Seminare und Referate im Rahmen der außerschulischen Jugendbildung, bietet Proberäume sowie eine Skateboard- und BMX-Schule oder einfach nur erschwingliche Preise und Raum zur subkulturellen Entfaltung.
Der Chemnitzer Jugend bleibt am Abend abseits des Mainstreams nicht viel. Das Experimentelle Karree (ExKa) in der Reitbahnstraße 84 könnte man hier erwähnen, hin und wieder Konzerte im aaltra, Atomino, Subway to Peter oder Südbahnhof. Für eine Stadt mit knapp 250.000 Einwohnern, Tendenz deutlich sinkend, ist das an wenigen Fingern abzählbar.
Was kann man also tun, um junge Menschen nicht zu vertreiben und die “Rentnerstadt” somit Wirklichkeit werden zu lassen? Zunächst einmal findet am 24.11. um 16 Uhr am Bahnhofsvorplatz Hbf Chemnitz die Demo statt. Dann sei auf die Unterschriftenliste hingewiesen, auf der sich bereits über 800 Verzeichner verewigt haben. Die Liste wird dem Stadtrat übergeben werden.
>> zur Unterschriftenliste
>>> zur Demo!



































Gratulation zum 100. Eintrag bei Rockzoom. Mach weiter so mit deinem tollen Beiträgen.
Danke.
auch wenns eigentlich traurig ist was du da schreibst aber auch ich gratuliere dir zu dieser stolzen zahl an blogeinträgen.
bin gespannt wieviel sich einfinden werden zur demo heut.
Es war mir ein Bedürfnis, mich in die Unterschriftenliste gegen die Kürzungen beim AJZ Chemnitz einzutragen, was ich soeben realisiert habe. Bei Jugendeinrichtungen darf nicht gekürzt werden. Deshalb finde ich diese Aktion hier sehr gut.
Yeah, Mutti rocks!
)
Danke, Aufruf zur Unterschrift bitte weitertragen…
@Patrick: Unterwegs auf der Bahnhofstraße meinten sie schon kurz nach Start was von 600 – 700 Leuten.